Blockheizkraftwerk

Delitzscher Stadtwerke machen Strom im Seniorenheim

Steffen Penndorf, Marina Scharping-Bätz und Robert Greb besichtigen das neue Blockheizkraftwerk im Valere-Pflegeheim.

Steffen Penndorf, Marina Scharping-Bätz und Robert Greb besichtigen das neue Blockheizkraftwerk im Valere-Pflegeheim.

Delitzsch. Fast könnte der geneigte Betrachter glauben, Marina Scharping-Bätz, Steffen Penndorf und Robert Greb hätten sich um eine ziemlich große Kühltruhe versammelt. Doch jeder, der unmittelbar daneben steht, merkt: Das quaderförmig eingehauste und gut isolierte Gerät, über dessen Neuanschaffung und Installation sich die Direktorin des Valere-Pflegeheims sowie die Geschäftsführer von Kreiskrankenhaus und Stadtwerken (SWD) freuen, hat völlig gegenteilige Funktionen. Es handelt sich um ein Mini-Blockheizkraftwerk.

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Optimale Brennstoff-Nutzung

Es versorgt das Heim an der Jahn-Straße mit Wärme und Strom. Die gute Isolierung hält nicht allein Wärme zurück, sondern sorgt auch dafür, dass vom Tuckern des Gasmotors rundum nichts zu hören ist. Ein echter Leisetreter also

Dabei muss der sich dieser Tage im Wesentlichen nun fürs Warmwasser anstrengen. Im Winter ist das anders. Bisher wurde allein mit einem Erdgaskessel geheizt. Der neue Motor dagegen produziert gleichzeitig Wärme und dazu noch Strom. So wird das Erdgas optimal genutzt. „Dabei arbeitet das BHKW wärmegeführt“, betont SWD-Chef Robert Greb. Das heißt: Es wird nur so viel Wärme produziert, wie im Valere-Heim verbraucht wird. Generell seien solche Anlagen in solchen Heimen besonders effektiv. Das liegt daran, dass es betagte Bewohner kontinuierlich warm mögen, sie halten sich auch tagsüber in ihren Wohnungen auf. Außerdem gibt es eine eigene Wäscherei und eine eigene Küche, die Warmwasser brauchen. Das Valere-Seniorenheim in Delitzsch hat 96 Bewohner. Außerdem gibt unter dieser Adresse auch die Tagespflege und die Station des ambulanten Pflegedienstes.

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Drei Viertel des Stromverbrauchs

Drei Viertel des BHKW-Stroms können selbst verbraucht werden. Damit würden dann wiederum 60 Prozent des Bedarfs selbst gedeckt. Die Elektroenergie wird günstiger produziert, als sie von außen zu beziehen ist. Den Wärmebedarf im Heim kann das Mini-Kraftwerk zu 70 Prozent abdecken. Der bisherige Erdgas-Heizkessel ist für den Rest weiter im Dienst.

Die Stadtwerke haben die 90 000 Euro teure Anlage geplant und errichtet, sie sind auch Ansprechpartner, falls es Störungen gibt. Dabei ist diese Anlage die fünfte ihrer Art, die unter SWD-Regie in Betrieb geht. Die nächste soll im Neubau an der August-Fritzsche-Straße installiert werden.

Von Heike Liesaus

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