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Flächennutzungsplan

Krostitzer Dörfer sollen keine reinen Schlafdörfer sein

Das Gewerbegebiet Hohenossig-Krostitz kann laut Flächennutzungsplan erweitert werden.

Das Gewerbegebiet Hohenossig-Krostitz kann laut Flächennutzungsplan erweitert werden.

Krostitz.Die Orte in der Gemeinde Krostitz sollen keine reinen Schlafstätten werden. Deshalb wird es auch im neuen Flächennutzungsplan (FNP), der gemeinsam mit Schönwölkau erstellt wird, keine Ausweisungen von Dörfern in reine Wohngebiete geben. "Das Landratsamt hatte das vorgeschlagen, zum Beispiel für Kletzen und ebenso für Wölkau und Krensitz", erläuterte Planer Andreas Wolfart im Krostitzer Gemeinderat, der dem FNP seine Zustimmung gab. Generell könnten Dörfer überprüft werden, ob sie sich nicht als reine Wohngebiete ausweisen lassen.

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Gewerbe erwünscht

Doch dann würde es Schwierigkeiten geben, in den Orten Gewerbe anzusiedeln. Damit würde das Dorfleben eingeschränkt. Doch generell ziehen Firmen, die sich vergrößern wollen, in Gewerbegebiete um. Denn dort gibt es nicht allein mehr Platz, sondern auch weniger Auflagen, unter anderem zum Lärmpegel und zu Ruhezeiten. Umgekehrt steigen die Ansprüche der Einwohner an Nachruhe und Umfeld. Andererseits darf ein Mischgebiet auch nur zu 50 Prozent mit Wohnhäusern bebaut sein. Was wiederum die Ausweisung von Bauflächen für Einfamilienhäuser eingeschränkt.

Auch landwirtschaftliche Anlagen nachgefragt

Immerhin: Ehemalige landwirtschaftliche Anlagen am Rande der Dörfer werden inzwischen wieder nachgefragt und als Gewerbeflächen genutzt, heißt es im Nutzungsplan. Neu zu erschließende Bauflächen werden jedoch nicht mehr als Mischgebiet angelegt. Als mögliche Bauflächen für den künftigen Eigenbedarf der Gemeinde Krostitz weist der neue Flächennutzungsplan nun das Wohngebiet Leinewiesen 2 mit 94 200 Quadratmetern, die Erweiterungen des Gewerbegebietes Hohenossig 3 mit 79 200 Quadratmetern, des Gewerbegebietes Krostitz West 2 mit 66 500 Quadratmetern und des Wohnbegebietes Krensitz Ost mit 18 800 Quadratmetern aus. Diese Flächen werden bisher alle noch als Acker genutzt.

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Von Heike Liesaus

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