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Leipziger Wasserwerke

Neue Kläranlage für Zwochau

Klärwerk Zwochau:  Die Anlage am Dorfrand wird für 1,25 Millionen Euro bei laufendem Betrieb erneuert.

Klärwerk Zwochau:  Die Anlage am Dorfrand wird für 1,25 Millionen Euro bei laufendem Betrieb erneuert.

Zwochau.Die Leipziger Wasserwerke investieren in die Zwochauer Abwasserbehandlung gut 1,25 Millionen Euro. Sie bauen eine komplett neue, vollautomatische Biologische Kläranlage bei laufendem Betrieb auf dem Gelände der alten Anlage. Sie liegt nördlich des Wiedemarer Ortsteiles und wird anders als bei ihrer Vorgängerin nun deutlich zu sehen sein. Im März soll die Umschaltung vom bisherigen auf das neue System erfolgen. „Wenn das Wetter mitspielt“, teilte Simone Stein vom Team Technik der Leipziger Wasserwerke mit. Dann steht die alte Anlage nach 18 Jahren automatischem Dauerbetrieb für einige Stunden still.

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Mehrere Gründe für den Neubau

Als Gründe für den Neubau nannte Simone Stein gleich mehrere. Zum einen seien durch die Wasserbehörde noch höhere Anforderung an die Reinigung des Abwassers und die anschließende Einleitung in den Gienickenbach gestellt worden. Der Anteil von Stickstoff und Phosphor müsse künftig weiter reduziert werden. Zum anderen habe es mit der alten Anlage im Jahr 2013 eine Havarie gegeben. Eine Welle der rotierenden Tauchkörper sei gebrochen, ein Ersatz nicht mehr zu bekommen. „Dafür ist die Anlage einfach zu alt“, erklärte Stein. Nach einer Übergangslösung wurde gesucht. Die Anlage wurde zunächst weiterbetrieben, hätte aber nach 20 Jahre ohnehin einer umfangreichen Sanierung bedurft. Nach dieser Zeit ist die Mechanik in der Regel komplett verschlissen.

Kapazitätsgrenze erreicht

Die alte Anlage stieß aber auch an ihre Kapazitätsgrenzen. Die damals aus einzelnen Modulen zusammengefügte, ins Erdreich eingelassene und zum damaligen Zeitpunkt etwa drei Millionen Mark teure Anlage war für 1000 Einwohnergleichwerte ausgelegt. Damit konnten alle damals 600 Zwochauer einschließlich das Gewerbegebiet an das Abwassernetz angeschlossen werden. Im Bedarfsfall hätte sie mit einem zweiten Modul erweitert werden sollen. Die Zwochauer Entwicklung hatten die Verantwortlichen damals bereits im Blick. „Der Platz auf dem Gelände wäre natürlich vorhanden gewesen“, bestätigte Diplomchemikerin Simone Stein.

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Im vergangenen Jahr seien dann Variantenuntersuchungen angeschoben worden, die letztlich in der Entscheidung mündeten, dass nur ein Neubau wirtschaftlich vertretbar wäre. Der wiederum musste aber auch auf die 1600 Quadratmeter große Fläche passen. Das tut er.

Arbeiten weit vorangeschritten

Die Arbeiten sind mittlerweile deutlich vorangeschritten. Das riesige Becken aus Beton hat ein Fassungsvermögen von 550 Kubikmetern. „Momentan erfolgt die Dichtheitsprüfung“, teilte Simone Stein mit. „Und es sieht sehr gut aus.“ Die Becken der alten Anlage werden als Schlammspeicher weiter verwendet. Das Abwasser des Dorfes, hier noch im Mischsystem von Ab- und Regenwasser, wird weiterhin über ein Pumpwerk in der Halleschen Straße zur Kläranlage transportiert.

Die neue Anlage hat dann eine Kapazität von etwa 1600 Einwohnergleichwerten. „Selbst in einer Spitzenbelastung der Anlage haben wir noch gut 15 Prozent Kapazitätsreserve“, teilte Simone Stein mit. Damit sei sie zukunftssicher.

Eine Kläranlage gleicher Bauart steht bereits in der Gemeinde. In Wiedemar wurde im September 2014 eine deutlich größere Anlage in Betrieb genommen. Dort wurden etwa 1,8 Millionen Euro investiert.

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Von Ditmar Wohlgemuth

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