Rettung geplant

Rackwitzer Industrieanlagen GmbH stellt Insolvenzantrag

Rechtsanwalt Prof. Dr. Florian Stapper ist einer der führenden Insolvenzrechtsexperten Deutschlands. Seit über 20 Jahren haben er und sein Team über 2000 Insolvenzverfahren betreut und Unternehmen verschiedener Branchen fortgeführt. Die Rechtsanwaltskanzlei Stapper ist mit mehr als 50 Mitarbeitern in Ostdeutschland eines der größten auf Unternehmenssanierung                 spezialisierten Büros.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Florian Stapper ist einer der führenden Insolvenzrechtsexperten Deutschlands. Seit über 20 Jahren haben er und sein Team über 2000 Insolvenzverfahren betreut und Unternehmen verschiedener Branchen fortgeführt. Die Rechtsanwaltskanzlei Stapper ist mit mehr als 50 Mitarbeitern in Ostdeutschland eines der größten auf Unternehmenssanierung spezialisierten Büros.

Rackwitz. Wie die Leipziger Volkszeitung am Montag erfuhr, hat die Rackwitz Industrieanlagen GmbH bereits am Donnerstag einen Insolvenzantrag gestellt. Rechtsanwalt Prof. Dr. Florian Stapper wurde vom Amtsgericht Leipzig zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Er hat die Aufgabe, gemeinsam mit der bisherigen Geschäftsführung den Geschäftsbetrieb sicher fortzuführen, lautet der gute Teil der eigentlich unerfreulichen Nachricht.

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Bürgermeister Steffen Schwalbe zuversichtlich

Der Rackwitzer Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos) erfuhr am Montag von der LVZ von der Insolvenz. „Auch für angesiedelte Unternehmen in Rackwitz ist das Unternehmen ein wichtiger und verlässlicher Geschäftspartner. Ich habe mit dem Geschäftsführer gesprochen und zunächst ist es wichtig, dass der Betrieb aufrechterhalten bleibt und die Beschäftigten ihre Arbeit fortführen und Aufträge planmäßig abgearbeitet werden. Ich bin zuversichtlich, dass es am Standort weitergehen wird“, so Schwalbe.

Seit 21 Jahren am Markt

Seit 21 Jahren entwickelt und fertigt die Rackwitz Industrieanlagen GmbH Spezialmaschinen für Gießereien und Presswerke auf der ganzen Welt. Produkte werden nach Westeuropa und die USA geliefert. Der Jahresumsatz liegt bei 4,5 Millionen Euro. Es werden 30 Mitarbeiter beschäftigt, davon viele Spezialisten. „Der Geschäftsbetrieb läuft. Aufträge werden zuverlässig abgewickelt. Entlassungen sind nicht geplant“, hat Rechtsanwalt Stapper auf einer Betriebsversammlung erklärt. Der Jurist ist optimistisch. „Natürlich stehen wir am Anfang unserer Recherchen. Aber die Erfahrung sagt, wenn ein Unternehmen so gut aufgestellt ist, lässt sich darauf aufbauen. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen finanziellen Fehlschlag. Grundsätzlich ist das Unternehmen jedoch profitabel. Ria ist ausgelastet, die Auftragslage stimmt und es gibt gute Produkte“, so Stapper weiter. Finanziell müsse nun geschaut werden, was zu machen ist, da seien konkrete Aussagen noch nicht möglich. Nach einer ersten Analyse bereitete der Gesellschaft in der Vergangenheit der Mangel an geeigneten Fachkräften und gestiegener Exportdruck erhebliche Probleme. Florian Stapper will gemeinsam mit der Geschäftsleitung ein Sanierungskonzept entwickeln. Erste Gespräche mit Investoren laufen.

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Entscheidung bis Mai

Wie weiter? Jetzt wird geprüft, ob Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung besteht, also, ob Ria pleite ist oder nicht. In dieser Phase führt der Insolvenzverwalter die Geschäfte. Spätestens bis Mai soll über die Eröffnung eines eventuellen Verfahrens entschieden werden. Erst danach seien weitere konkrete Aussagen zur Zukunft des Unternehmens möglich.

Stichwort Insolvenz

Eine Insolvenz bezeichnet die Situation eines Schuldners, seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllen zu können. Die Insolvenz ist gekennzeichnet durch akute Zahlungsunfähigkeit oder drohende Zahlungsunfähigkeit, die aus Überschuldung abgeleitet werden kann. Die Zahlungsunfähigkeit kann faktisch festgestellt werden, wohingegen die Überschuldung als Ergebnis ökonomischer Einschätzungen nicht immer eindeutig ist.

Von Frank Pfütze

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