Flächennutzung

Schönwölkauer planen neue Baugebiete nur für den Eigenbedarf

Die Gemeinde Schönwölkau hat ihren Sitz im Untergeschoss der Grundschule.

Die Gemeinde Schönwölkau hat ihren Sitz im Untergeschoss der Grundschule.

Schönwölkau. Weitere Flächen für Wohnbebauung werden in der Gemeinde Schönwölkau nur noch für den Eigenbedarf ausgewiesen. Das erläuterte Bürgermeister Volker Tiefensee (CDU) bei der Diskussion um den geänderten Flächennutzungsplan (FNP) im Gemeinderat. Eigenbedarf gelte auch, wenn zum Beispiel Verwandte zurückziehen wollen, aber eben nicht, wenn Leipziger oder Delitzscher dazukommen wollen. Bis Ende des Jahres sollte in den Ortschaftsräten besprochen werden, welche Flächen infrage kämen. Auch Schönwölkau profitiert ansonsten zurzeit vom Bauboom im Leipziger Speckgürtel. Doch der schnelle Zuwachs war nicht nur gesund und die Bauplätze sind längst rar.

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Dorf- zu Wohngebieten

Außerdem wurde im Zuge der FNP-Überarbeitung geprüft, ob bisherige Dorfgebiete in den Status allgemeines Wohngebiet umgewandelt werden könnten. Das soll nun auf den östlichen Teil der Parkstraße in Wölkau zutreffen. Denn dort herrscht Wohnbebauung vor, während es auf der westlichen Seite die historische Bebauung mit Höfen gibt. Prinzipiell sei auch in den allgemeinen Wohngebieten Gewerbe wie Beherbergungsbetriebe oder gar Tischlereien möglich, erklärte der Bürgermeister. Die Ansiedlung einer Schlachterei oder einer lauten Schmiede beispielsweise, würde dagegen schwierig.

Wohn- statt Wochenendhaus

In Luckowehna soll allerdings ein bisher mit Wochenendgrundstücken bebautes Areal als Wohngebiet deklariert werden. Ob es tatsächlich so wird, hänge vom Einverständnis der Eigentümer ab. Er wolle die jetzigen Nutzer deshalb anschreiben, ob sie dort tatsächlich Wohnhäuser haben wollen, erklärte Tiefensee.

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Den Beschluss über den Nutzungsplan hatten einige der Gemeinderäte vertagen wollen. Sie zweifelten am Sinn des Papiers, wollten weitere Erläuterungen. Tiefensee erklärte, dass der Gemeinschaftsausschuss Krostitz-Schönwölkau den Plan am Ende allein aufgrund der Mehrheit der Krostitzer Stimmen beschließen würde. Denn in Krostitz hatte der gemeinsame FNP den Gemeinderat bereits passiert. Am Ende gab es vier Gegenstimmen beim Beschluss durch den Schönwölkauer Gemeinderat.

Von Heike Liesaus

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