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Jubiläum

Eilenburg: Was das Team der Schwimmhalle alles stemmt

Das Team der Schwimmhalle Eilenburg, rechts Max Menzel, vierte von rechts Stefanie Krätzschmar, links der Leiter Michel Müller.

Das Team der Schwimmhalle Eilenburg, rechts Max Menzel, vierte von rechts Stefanie Krätzschmar, links der Leiter Michel Müller.

Eilenburg. Die Eilenburger Schwimmhalle wird am 13. Dezember 40 Jahre alt. Sie zählt mit jeweils über 86 000 Besuchern zu den beliebtesten Freizeiteinrichtungen in der Stadt. Aber wie begann 1978 alles, wer war am Aufbau beteiligt, wer wirkte und wirkt heute in der Schwimmhalle und was wird geboten? In einer kleinen Serie wollen wir Ihnen, liebe Leserin und Leser, die Menschen vorstellen, die was zu erzählen haben. Heute: die Schwimmhallenmitarbeiter Stefanie Krätzschmar und Max Menzel.

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Draußen eisiger Wind, innen Badelatschen

Draußen treibt einem der eisige Wind die Tränen in die Augen, Stefanie Krätzschmar und Max Menzel sind trotzdem in Shorts und Badelatschen auf Arbeit. „So gehen wir im Winter auch Schnee schippen“, lacht Max Menzel. Er ist 24 Jahre alt und ebenso wie die 28-jährige Stefanie Krätzschmar Fachangestellter für Bäderbetriebe. Gemeinsam mit drei Kollegen sitzen die beiden in dem kleinen Raum zur allwöchentlichen Teamsitzung beisammen.

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Schwimmhallenleiter Michel Müller hat einiges zu besprechen: Der Malwettbewerb läuft an, im Eingangsbereich ist es zu kalt und die Feier zum 40.Geburtstag der Schwimmhalle muss in den letzten Zügen organisiert werden. In der Runde wird viel gelacht, die Stimmung ist ausgelassen. „Und was ist das für ein Ding hier?“, fragt der Chef freundlich und zeigt auf ein undefinierbares Gerät auf der Ablage.

Reinigungsroboter und Chlorgehalt

„Das Ding ist ein Ersatzteil für den Reinigungsroboter“, erklärt Max Menzel. Auf der anderen Seite der Wand, wo das Wasser im Schwimmerbecken friedlich vor sich hin plätschert, steht der an der Wand. Er sieht aus wie ein Rasenmäher: „Nachts wird er auf den Boden des Beckens hinab gelassen und sammelt den Schmutz auf“, erläutert Stefanie Krätzschmar.

Der Roboter ist automatisch programmiert, ihn abends ins Wasser hinabzulassen und morgens wieder hochzuziehen, ist ebenso Aufgabe der Schwimmhallen-Mitarbeiter wie den Chlorgehalt zu messen: „Wenn zum Beispiel ein Baby ins Wasser pullert, dann sehen wir das daran, dass der Chlorgehalt sinkt, und dann müssen wir neues Chlor zuführen“, erzählt die 28-Jährige weiter. Seit fast zehn Jahren arbeitet sie nun schon in der Schwimmhalle. Ebenso wie ihr vier Jahre jüngerer Kollege Max Menzel hat sie bereits ihre Ausbildung hier in Eilenburg absolviert.

Mit Menschen umgehen – und mit Technik

Die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe dauert zwei Jahre. Wartungen gehören dabei ebenso zum Berufsbild, wie Schwimmkurse: „Man muss mit Menschen und mit Technik umgehen können“, fasst Max Menzel die Anforderungen zusammen. Trotzdem entwickelten die einzelnen Mitarbeiter natürlich mit der Zeit ihre Schwerpunkte. Max Menzel kümmert sich mehr um die Technik, die Begeisterung von Kollegin Stefanie Krätzschmar dagegen gilt vor allem den kleinsten Schwimmern: „Mir macht vor allem das Babyschwimmen Spaß.“ Das sei abwechslungsreich, manchmal müsse man Kindern helfen, ihre Angst vor dem Wasser zu überwinden.

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Im Arbeitsalltag des Teams fänden diese Präferenzen meist auch Beachtung: „Es macht ja keinen Sinn, irgendjemandem etwas aufzudrücken, worauf er keine Lust hat“, sagt Stefanie Krätzschmar ganz selbstverständlich. Ihr Chef Michel Müller sieht das genauso. Er freut sich über sein junges und engagiertes Team. „Ein Bad steht und fällt mit den Leuten, die dort arbeiten“, sagt er.

Bisher erschienen sind in dieser Serie:

Von Anna Flora Schade

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