DRK

Eilenburger Katastrophenschützer proben in der Grunaer Muldeaue

In einem der zwei Zelte war das Kreisauskunftsbüro untergebracht. Hier übten Andrea Schreiber, Hannelore Hensel und Kathleen Schmidt das Eintragen der Daten in den Computer.

In einem der zwei Zelte war das Kreisauskunftsbüro untergebracht. Hier übten Andrea Schreiber, Hannelore Hensel und Kathleen Schmidt das Eintragen der Daten in den Computer.

Eilenburg/Gruna. DRK-Einsatzfahrzeuge, Zelte, eine Feldküche und viele Einsatzkräfte in Schutzkleidung sorgten nahe der Fähre in Grund bei Vorbeiradelnden am Samstagvormittag für Aufmerksamkeit. Was ist denn hier los? Das Betreuungslager hatte glücklicherweise nur Übungscharakter, zeigte aber auch, wie gut die Einsatzkräfte für den Ernstfall vorbereitet sind.

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Regelmäßig proben die ehrenamtlichen Kräfte des DRK in solchen Übungen das Verhalten und Hand-in Hand-Arbeiten bei Katastrophen. Denn passieren können Zugunfälle, Hausbrände, Verkehrsunfälle oder Unfälle auf Gewässern mit einer großen Anzahl von Verletzten jederzeit. Da muss jeder Handgriff sitzen, jeder Einzelne muss wissen, was vorrangig in der Notsituation geschehen muss, um die Lage im Griff zu behalten.

23 DRK-Helfer üben in Gruna

Unter der Leitung von Kreisbereitschafts-Leiter Fred Hannemann trainierten Samstagmorgen 23 Helfer unter anderem das Aufbauen der Zelte, die Bereitstellung von ausreichend Verpflegung und das Team des Kreisauskunftsbüros behielt an den Laptops die nötige Übersicht. Stangen und Planen sind schnell abgeladen. „In der Regel ist solch ein Zelt in sieben bis acht Minuten aufgebaut“, weiß Frank Heller, der zum Technikteam gehört. Und auch an diesem Vormittag sind die Unterkünfte ohne große Probleme schnell aufgebaut. Ein paar Meter weiter köchelts derweil im Kessel. Gern genommen, weil schnell zubereitet – die Erbsensuppe.

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250 Leute können sofort versorgt werden

„Wir sind in der Lage, im Ernstfall sofort 250 Leute versorgen zu können. Für solch einen Fall steht uns eine ausreichende Menge an Erbsensuppe zur Verfügung. Außerdem haben wir einen heißen Draht zum Einkaufsmarkt in Eilenburg-Ost und zur Fleischerei Krause. Von dort können wir zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Ein Anruf genügt,“ erzählt Fred Hannemann.

Im Kreisauskunftsbüro werden Daten aufgenommen

Währenddessen wird im Kreisauskunftsbüro das Eintragen der Daten geübt. Kathleen Schmidt ist Gruppenleiterin und erklärt: „Hier werden beispielsweise Daten aufgenommen von Menschen in Not oder die evakuiert werden müssen, verletzte sind oder in Unterkünfte verlegt werden.“ Mit ihr gemeinsam trainieren an diesem Vormittag Andrea Schreiber und Hannelore Hensel den Umgang mit dem Xenios-System am Computer.

Der letzte Ernstfall für die Helfer ist noch gar nicht so lange her und so erinnert sich der Chef an den Brand in einer Holzfabrik in Schkeuditz im November des vorigen Jahres: „Hier haben wir die Versorgung der Feuerwehreinsatzkräfte übernommen und von Mittag an bis in die Abendstunden die Kameraden im Hintergrund mit Verpflegung unterstützt.“ Die Übung am Wochenende hat gezeigt, dass die ehrenamtlichen Helfer gut vorbereitet sind. Beruhigend ist das auf jeden Fall für die Bevölkerung die sich der Unterstützung im Krisenfall sicher sein kann,. Damit ein Ernstfall auch zukünftig sicher gemeistert werden können, bedarf es vieler Helfer die sich in die Arbeit beim DRK mit einbringen.

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Ab 16 Jahre können Interessierte mitmachen

Bereits im Alter von 16 Jahren können Jugendliche das Team unterstützen. Eine Helfer-Grundausbildung, Funkausbildung oder Sanitätsausbildung können dann absolviert werden.

Zur Zeit gibt es im Internet eine Petition zur Helfergleichstellung in Sachsen. Die Petition soll die Rahmenbedingungen ehrenamtlichen Helfer der Hilfsorganisationen deutlich verbessern und kann im Internet unter der Adresse https://www.openpetition.de/petition/online/status6-helfergleichstellung-in-sachsen-jetzt unterstützt und unterschrieben werden.

Von Anke Herold

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