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Neue Herausforderung

Eilenburgs Wirtschaftsförderin wechselt nach Leipzig

Eilenburgs Wirtschaftsförderin Claudia Scholeck (rechts), hier beim Start der Wohnstandortkampagne 2016, wechselt ins Leipziger Rathaus.

Eilenburgs Wirtschaftsförderin Claudia Scholeck (rechts), hier beim Start der Wohnstandortkampagne 2016, wechselt ins Leipziger Rathaus.

Eilenburg.Eilenburg sucht eine neue Wirtschaftsförderin oder einen neuen Wirtschaftsförderer. Mehrere Bewerber haben sich bereits vorgestellt, die Entscheidung steht aus. Die Messlatte für den Nachfolger hängt hoch, sagt Heiko Leihe, Leiter des Oberbürgermeisterbereiches. Die lobenden Worte gelten Claudia Scholeck, die nach mehr als fünf Jahren im Eilenburger Rathaus ihre Heimatstadt in Richtung Leipzig verlässt.

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Neue berufliche Herausforderung

Ein durchaus interessanter Fakt. War es doch die 31-Jährige, die entscheidend an der 2016 gestarteten Wohnstandortkampagne „Lieblingsstadt Eilenburg – Das Beste an Leipzig“, die der Muldestadt Bevölkerungszuwachs garantieren soll, mitgewirkt hat. Doch für den Weggang gibt es zwei entscheidende Gründe: Zum einen verlagert die 31-Jährige ihren Lebensmittelpunkt aus privaten Gründen in die Messestadt, zum anderen sucht die diplomierte Betriebswirtin für Immobilien, die den Master of Science im Bereich BWL mit Vertiefung Marketing und Service hat, nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Und die will sie im Rathaus Leipzig im Amt für Wirtschaftsförderung – Bereich Standortentwicklung/Immobilienmanagement finden und damit gewissermaßen in größerem Rahmen fortführen, was sie im vergleichsweise kleineren Umfang in den letzten Jahren in Eilenburg mit angeschoben hat.

Viele Projekte begleitet

Dem Abschied sieht Claudia Scholeck mit einem lachenden, aber auch weinenden Auge entgegen. Gleich nach ihrem Studium ergab sich die Chance, im Rathaus zu arbeiten und damit in Eilenburg zu bleiben, wo sie groß geworden ist. Einiges an Projekten hat sie mit initiiert und begleitet. 2013 ging es mit dem zweiten Platz bei der City-Offensive „Ab in die Mitte“ los, als mit dem Projekt die Heinzelmännchen-Thematik in der Stadt integriert wurde, die sich mit dem Lauschberg und der Heinzelberge auch auf dem Burgberg etabliert hat. Langfristig seien zudem Entdeckertouren geplant, die mit den seit Mai angebotenen öffentlichen, wenn auch noch nicht so angenommenen Führungen, ihren Anfang genommen haben. Gemeinsam mit den Kollegen Ideen zu entwickeln, in den Arbeitsgruppen zu diskutieren, gemeinsam Visionen zu formen, auf Tourismus-Ideen-Reise zu gehen – das habe schon viel Spaß gemacht. Die Etablierung der Touristinformation in der Torgauer Straße fällt ebenso in diese Zeit wie die Beschilderung der Eilenburger Schleife. „Die Route gab es ja schon, die Umsetzung lag dann in meinen Händen.“ Ausgangspunkt sei stets gewesen, das Leitbild zu aktualisieren, woraus sich einzelne Schritte entwickelt hätten. Die ersten gab es 2013 mit dem Beitritt zum Sächsischen Heideland und der Vermarktung durch die Leipziger Tourismus- und Marketinggesellschaft. Da stand beispielsweise der Tourismus im Fokus, was mit der Neuaufstellung des Tourismus- und Gewerbevereins seinen Fortgang nahm.

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Zusammenarbeit mit Wirtschaft war kooperativ

Was bleibt? Eilenburg sei gut in den Netzwerken vertreten und der Zusammenhalt bei Projekten groß. Einige Ansiedlungen, vor allem im Gewerbegebiet am ECW, hat sie begleitet, unter anderem Tischlerei Treiber, VEW, Auto-Waschservice, Erweiterungen von PCW sowie die ALDI-Verlagerung im Stadtteil Berg. Die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gewerbetreibenden war kooperativ und zielführend, ist Claudia Scholeck den Unternehmern dankbar. Gut fand sie, dass sie bei Problemen bei ihren Kollegen im Rathaus schnell Unterstützung und Hilfe fand. Von ihrem Nachfolger erhofft sie sich, dass er das Begonnene mit neuen Ideen voranbringt. Nun also der Schritt nach Leipzig. Ihre Heimatstadt wird Claudia Scholeck regelmäßig besuchen.

Von Kathrin Kabelitz

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