Aktion

Hohenprießnitz: Spender für krebskranken Feuerwehrmann Maik gefunden

Feuerwehrmann Maik (31) aus Hohenprießnitz ist an Blutkrebs erkrankt.Für ihn wurde ein Spender gefunden. Derzeit wird er in einer Dresdner Spezialklinik auf eine Stammzellentransplantation vorbereitet.

Feuerwehrmann Maik (31) aus Hohenprießnitz ist an Blutkrebs erkrankt.Für ihn wurde ein Spender gefunden. Derzeit wird er in einer Dresdner Spezialklinik auf eine Stammzellentransplantation vorbereitet.

Hohenprießnitz. Das Engagement der Hohenprießnitzer Feuerwehrleute und aller, die sie bei ihrer Aktion am 28. Juli zur Suche nach einem geeigneten Stammzellenspender für ihren Kameraden Maik unterstützten, hat sich gelohnt. Für den 31-Jährigen wurden in der Datenbank der Deutschen Knochenmarkspenderdatei mögliche Spender gefunden.

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Transplantation wird vorbereitet

„Seit vergangener Woche befindet sich Maik in einer Dresdner Spezialklinik und wird auf eine Transplantation vorbereitet. Auch wenn unter den 325 Freiwilligen bei unserer Aktion kein direkter Spender für ihn gefunden wurde, so konnten wir die Datenbank der DKMS um 325 potenzielle Spender erweitern. Es hat sich gelohnt, sich so einzusetzen. Nun hoffen wir für Maik, dass alles für ihn gut ausgeht“, erklärt Christian Keller, Ortswehrleiter von Hohenprießnitz. Zugleich möchte er allen, die zum Gelingen der Typisierungsaktion beitrugen, danken.

Freude bei den Kameraden

Große Freude herrscht bei den Feuerwehrleuten und den Mitarbeitern der DKMS auch darüber, dass auf dem eingerichteten Spendenkonto zur Finanzierung der Untersuchungen der Hohenprießnitzer Speichelproben Spenden in Höhe von 6481,56 Euro eingingen. Damit können gut 50 Prozent der Untersuchungen für die am 28. Juli in Hohenprießnitz abgegebenen Speichelproben finanziell abgedeckt werden. Eine Untersuchung plus Dateneinlesen und alle Formalitäten kostet für eine Probe bei der DKMS derzeit 35 Euro und wird durch Spenden abgedeckt.

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Hohe Spendenbereitschaft

Als die Hohenprießnitzer Feuerwehrleute kurz nach Pfingsten erfuhren, dass ihr langjähriger Mitstreiter an Blutkrebs erkrankte, stand für sie sofort fest, zu helfen. Eine geeignete Stammzellenspende zu finden, war seine einzige Chance auf Leben. Damals war jedoch die weltweite Suche nach einem Spender erfolglos verlaufen. Die Feuerwehrleute organisierten deshalb mit Unterstützung von Freunden, Einwohnern, Vereinen und Gewerbetreibenden eine große Spendenaktion in ihrem Heimatort – aus dem ganzen Landkreis kamen die Leute. Bereits zum Feuerwehrfest ließen sich die 34 Feuerwehrmitglieder typisieren. So konnten sie sich am Aktionstag voll um organisatorische Dinge kümmern. Mit ihnen waren 48 freiwillige Helfer im Einsatz. Zu tun gab es allerhand. Immerhin kamen auch Feuerwehrleute von 23 Wehren aus Sachsen und eine aus Sachsen-Anhalt zur Aktion. Für Prominente wie Bad Dübens Bürgermeisterin oder der Delitzscher Oberbürgermeister war es selbstverständlich, sich typisieren zu lassen.

Spendenkonto weiter geöffnet

Stefanie Bräutigam von der DKMS zeigte sich begeistert vom Hohenprießnitzer Engagement und der eingegangenen Spendensumme. „Das ist unglaublich, was hier bisher gespendet wurde. Das Konto für Maiks Aktion ist weiterhin offen“, erklärt sie.

Wer sich noch beteiligen möchte, kann das auf dem Konto der Commerzbank Dresden, IBAN DE23 8504 0000 0802 2220 00, Verwendungszweck: RMO 001, gern tun.

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Von Bärbel Schumann

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