Abschied

Mockrehnas Bauamtsleiterin geht in den Ruhestand

Mockrehnas Bauamtsleiterin Alexandra Schmidtke geht jetzt in den Ruhestand.

Mockrehnas Bauamtsleiterin Alexandra Schmidtke geht jetzt in den Ruhestand.

Mockrehna. Das sprach Bände: Als Bauamtsleiterin Alexandra Schmidtke bei der Gemeinderatssitzung am 12. Juni verabschiedet wurde, gab es nicht nur Sekt, sondern auf der einen Seite viel Beifall und auf der anderen die eine oder andere unterdrückte Träne. Seit 2006 hat die Audenhainerin die Geschicke des Bauamtes in der Gemeinde geleitet. Nun geht die 63-Jährige in den Ruhestand und hinterlässt mit rund 23 Millionen investierten Euro in Mockrehna tiefe Spuren.

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Schulhausbau wichtigstes Projekt

Ungefähr die Hälfte davon floss in den Schulhausbau. „Immer wenn ich da heute vorbei fahre“, so gibt die diplomierte Bauingenieurin gern zu, „da ist man schon stolz.“ De facto mit ihrem Amtsantritt begann damals der Kampf um Fördermittel. „Ende 2009“, so weiß Alexandra Schmidtke noch genau, „hielten wir endlich den Zuwendungsbescheid in den Händen.“ Von 2010 bis 2012 wurde gebaut.

Ihr erstes großes Projekt, das sie vollständig begleitete, war aber der Neubau der Kindertagesstätte in Audenhain, die 2010 für knapp zwei Millionen Euro fertig gestellt worden ist.

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Ohnehin kann Alexandra Schmidtke, die mit ihrem Mann und den Familien ihrer zwei Söhne samt demnächst fünf Enkelkindern einen Dreiseitenhof in Audenhain bewohnt, darauf verweisen, dass die Gemeinde in der Vergangenheit vor allem in den Nachwuchs investierte. Denn auch in die Kitas in Langenreichenbach, Mockrehna, Klitzschen und Schöna wurde in ihrer Zeit kräftig angepackt.

Hinzu kamen Förder-Maßnahmen wie zuletzt die Umgestaltung des Gutshofes in Mockrehna. „Für mich“, so sagt die Frau, die am 28. Juni ihren letzten Arbeitstag hat, „war es ein Glücksfall, dass ich 2006 bei der Gemeinde als Bauamtsleiterin anfangen konnte.“

Große Verantwortung

Nach ihrem Einsatz zu DDR-Zeiten als Technologin auf Großbaustellen eines großen Baukombinats, unter anderem bei der Floatglasanlage Torgau oder dem Chemiewerk Eilenburg, hatte sie nach der Wende in gleicher Position bei einer Süptitzer Baugesellschaft gearbeitet. Nach deren Insolvenz kam sie als Kalkulatorin unter. „In der Wirtschaft“, so sagt sie rückblickend „betreut man seine Baustellen und alles wiederholt sich irgendwann.“ In der Gemeinde sei das anders. „Hier hatte ich nicht nur rund ein Dutzend Leute vom Bauhof, zwei Mitarbeiter in den Liegenschaften sowie eine Sachbearbeiterin im Bauamt unter mir, sondern mit der Aufstellung von Bebauungsplänen, der Gebäudeunterhaltung, finanziellen Planungen bis hin zum Straßenbau eine viel breiter gefächerte Aufgabenpalette.“

Nachfolgerin am Start

Umso wichtiger war für sie, die sich auf Reisen mit ihrem im April in Rente gegangenen Mann freut und sich nun öfter ans Steuer des Großelterntaxis setzen wird, dass die Kommune alle geplante Vorhaben finanziell absichern konnte. Einfach war die Arbeit, „bei der man viel Verantwortung hat“, dennoch nicht. Doch sie habe immer auf die gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Peter Klepel und den Gemeinderäten bauen können. Gerade am Anfang, wo sie ohne Übergabe ins kalte Wasser geschmissen worden ist, sei das wichtig gewesen. Ihrer Nachfolgerin geht es diesbezüglich übrigens besser. Simona Meßerschmidt arbeitet sich bereits seit Anfang Juni ein.

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Von Ilka Fischer

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