Erste Hilfsangebote

So können die Nordsachsen den Menschen in der Ukraine helfen

Ukrainische Flüchtlinge gehen mit ihrem Gepäck an Fahrzeugen entlang, die am Grenzübergang stehen. Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks etwa 368 000 Menschen auf der Flucht.

Ukrainische Flüchtlinge gehen mit ihrem Gepäck an Fahrzeugen entlang, die am Grenzübergang stehen. Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks etwa 368 000 Menschen auf der Flucht.

Delitzsch/Eilenburg/Bad Düben. Mit großer Anteilnahme am Schicksal der Menschen vor Ort aber auch mit der Sorge um den Frieden in Europa verfolgen die Menschen in Nordsachsen die Kriegshandlungen in der Ukraine. Maßnahmen für eine humanitäre Hilfe für die Betroffenen sind bereits angelaufen. Hier gibt es eine erste Übersicht.

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Stadt Bad Düben

Im Rathaus Bad Düben sind bereits zahlreiche Hilfsangebote eingetroffen. Beispielsweise, was Wohnungen oder Möbel betrifft. „Unsere Mitarbeiterin Barbara Paul koordiniert diese. Sie ist telefonisch unter der 034243 72253 oder per Mail an barbara.paul@bad-dueben.de erreichbar“, so Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Mit Meldungen, dass Flüchtlinge auch in der Kurstadt eintreffen, sei jederzeit zu rechnen. Dafür spräche schon die große Community von rund 280 Bad Dübenern, deren ursprüngliche Heimat die verschiedenen Regionen aus der ehemaligen Sowjetunion ist und die seit über 25 Jahren hier leben. Gespräche und Vorbereitungen dazu laufen. Die Stadt will zudem zeitnah ein Spendenkonto einrichten. „Wir würden das Geld dann an die Organisationen weiterleiten, die mit der Aufnahme der Flüchtlinge vom Landkreis beziehungsweise Land Sachsen beauftragt ist.“ Indes gibt es auch erste private Initiativen. So spendet das Team des Goldenen Löwen vorerst bis Ende März pro Hauptspeise einen Euro für eine von RTL initiierte Aktion „Wir helfen Kindern“ für die Ukraine.

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Stadt Delitzsch

Auch Delitzsch bereitet sich darauf vor, dass in den nächsten Tagen Geflüchtete in der Stadt eintreffen. Bisher ist nicht klar, wann und wie viele Menschen ankommen. Doch er habe auch Kontakte ins Grenzgebiet auf polnischer und ukrainischer Seite, so Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). So erging die dringende Bitte per Facebook: Zur Einrichtung von Notquartieren im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet werden Isomatten benötigt.

Diese sind im Foyer des Delitzscher Rathauses abzugeben. Es wird gebeten, nichts anderes abzugeben. Zwei Schulen und eine Kindertagesstätte sollen insgesamt ausgelegt werden. Der Transport soll Ende der Woche starten. Informationen zur Hilfe für die Ukraine und aus der Ukraine Geflüchtete werden auf der städtischen Internetseite. https://www.delitzsch.de/ukraine gebündelt. Um im Fall der Fälle schnell vor Ort helfen zu können, werden Menschen mit Ukrainisch-Sprachkenntnissen, die ehrenamtlich übersetzen, sowie möblierter Wohnraum gesucht.

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Meldungen sind unter info@delitzsch.de willkommen. „Die Bereitschaft zu helfen, ist enorm groß“, schätzt Alexander Lorenz, der in der Delitzscher Stadtverwaltung verantwortlich für Wirtschaftsförderung ist. „Wir sammeln die Bekundungen. Wir sind mit dem Landratsamt und mit der Staatskanzlei im Gespräch. Das Wichtigste für Geflüchtete ist sicher, erst einmal eine Unterkunft zu bekommen.“

Stadt Eilenburg

Eilenburger können ihre Spenden über das Konto der Diakonie Delitzsch-Eilenburg einzahlen, ein Extra-Konto eröffnen wird die Stadt nicht. „Mit dem DRK sind wir noch im Gespräch, was die Koordination von Hilfsgütern betrifft“, sagt Katharina Eidner vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Die Eilenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft arbeitet bereits an der Erstellung eines Pools, aus dem Wohnungen für ukrainische Geflüchtete zur Verfügung gestellt werden. Ob darin auch private Angebote Platz finden können, stehe noch nicht fest, werde aber geprüft.

Tierpark Eilenburg

Auch die Gedanken der Mitglieder des Eilenburger Tierparkvereins richten sich gen Ukraine. Der Eilenburger Tierpark, einer von über 100 tiergärtnerischen Einrichtungen, die in der Deutschen Tierpark-Gesellschaft vereinigt sind, schließt sich einer Resolution der Gesellschaft an. In dieser versichert sie den Ukrainern ihre Solidarität und sagt den ukrainischen Zoos und deren Mitarbeitern finanzielle Unterstützung zu. „Wir werden“, so erklärte Tierparkleiter Stefan Teuber, „sobald ein Spendenkonto für die ukrainischen Zoos eingerichtet ist, 500 Euro als Soforthilfe überweisen.“

Diakonisches Werk Delitzsch-Eilenburg

Das Diakonische Werk Delitzsch/Eilenburg e.V. sammelt Geldspenden, um damit nötige Hilfen für die Betroffenen im Kriegsgebiet zu leisten. Möglich ist dies unter folgendem Spendenkonto: DE32 8605 5592 2280 0018 99. Verwendungszweck: Spende Ukraine

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Von ka, if, lis

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