Feuerwehr

Aus Limbacher Feuerwehr wird Wasserwehr

Die neu gegründete Wasserwehr Limbach mit dem Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (r.), dem Leiter der Wasserwehr Michael Reichel (5.v.l.) und seinem Stellvertreter Bernd Walbe (8.v.l.).

Die neu gegründete Wasserwehr Limbach mit dem Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (r.), dem Leiter der Wasserwehr Michael Reichel (5.v.l.) und seinem Stellvertreter Bernd Walbe (8.v.l.).

LIMBACH. Seit dieser Woche hat der Oschatzer Stadtteil Limbach eine Wasserwehr. Sie besteht aus 30 Frauen und Männern, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie sind zum Beispiel bei einem Hochwasser im Einsatz und helfen in ihrem Dorf. Leiter der Wasserwehr ist Michael Reichel und Bernd Walbe wurde als sein Stellvertreter gewählt, teilt die Pressesprecherin der Stadt Oschatz, Anja Seidel, mit.

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OBM froh über Engagement in Limbach

Auf der Gründungsveranstaltung im Limbacher Feuerwehrgerätehaus war auch Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) dabei. „Ich freue mich über das Engagement in Limbach und hoffe gleichzeitig, dass es wenig Einsätze für die Wasserwehr geben mag“, sagte er.

Einsatzgruppe aufgelöst

Die Einsatzgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Limbach ist aufgelöst. Grund: Für Einsätze standen nicht mehr genügend Feuerwehrkameraden zur Verfügung. "Besonders der Nachwuchs hatte gefehlt", informiert Anja Seidel. Von den ehemaligen Feuerwehrkameraden hätten jedoch noch einige ein Herz für die Sache und würden sich nun in der Traditionsfeuerwehr engagieren und mit dem Heimatverein Limbach gemeinsam das Dorfgemeinschaftsleben erhalten.

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Stadtrat empfiehlt Auflösung

Die Auflösung der Limbacher Einsatzgruppe hatte der Stadtrat in seiner Mai-Sitzung beschlossen. Im geänderten Brandschutzbedarfsplan wurden sowohl die Ortsfeuerwehren Limbach als auch Leuben gestrichen. In Leuben ist die Situation ähnlich wie im Nachbardorf Limbach, die Einsatzbereitschaft konnte nicht mehr abgesichert werden. Seit dem 1. Januar ist die Leubener Wehr deshalb nicht mehr selbstständig, sondern eine Außenstelle der Oschatzer Wehr.

Eine ähnliche Entwicklung wie in den Stadtteilen Leuben und Limbach hatte es bereits vor zwei Jahren im Stadtteil Merkwitz gegeben. Die Feuerwehr Merkwitz wurde 2017 in eine Wasserwehr umgewandelt. Grund: Es gab nicht mehr ausreichend viele, qualifizierte Einsatzkräfte.

Im Vorjahr 338 Einsätze

Aktuell sind im Stadtgebiet Oschatz noch die Oschatzer Feuerwehr selbst und die Ortswehr im Stadtteil Schmorkau einsatzbereit. Im vergangenen Jahr musste die Oschatzer Wehr zu insgesamt 338 Bränden, Unwetterschäden und Hilfeleistungen ausrücken. In diesem Jahr waren die Kameraden bereits 102-mal unterwegs. Der 102. Einsatz war eine Nottüröffnung am 5. Mai. Falls es in diesem Jahr wieder einen so heißen und trockenen Sommer wie 2018 geben sollte, dürfte die Zahl der Einsätze wegen Feld- und Waldbränden wieder in die Höhe schnellen.

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Von Frank Hörügel

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