Petition

Mahliser übergeben Unterschriften gegen Funkturm an Bürgermeister

Die Vertreter der Initiative „Funkturm? Nein Danke!“ trafen sich zur Übergabe der Unterschriftensammlung mit Bürgermeister Matthias Müller.

Die Vertreter der Initiative „Funkturm? Nein Danke!“ trafen sich zur Übergabe der Unterschriftensammlung mit Bürgermeister Matthias Müller.

Mahlis. Knapp 300 Unterschriften gegen die Errichtung eines Sendemastes für mobilen Funkempfang hat die Bürgerinitiative aus Mahlis in den vergangenen Wochen gesammelt. Sie machen sich dafür stark, dass wenige Meter vom Ortsrand Richtung Liptitz und Wiederoda entfernt kein Mast errichtet wird, um den Mobilfunkempfang im Ort und den umliegenden Dörfern zu verbessern. "Für uns wiegen Gesundheits-, Natur- und Umweltschutz schwerer als die permanente mobile Erreichbarkeit", sagte Christian Sachse im Zuge der Übergabe an Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU).

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Müller: Einwohnerinteressen zuerst

Das Gemeindeoberhaupt drückte noch einmal seine Überraschung aus, dass es kritische Stimmen zum Vorhaben gäbe. Ihm sei nur bekannt, dass es Menschen gäbe, die sich besseren Empfang im Ort wünschen, bekräftigte er. Nichtsdestotrotz werde er jedoch den Gemeinderat über die Bedenken informieren. Es sei wichtig, eine breite Öffentlichkeit herzustellen, wenn es solche Bedenken gebe, auch medial. Mit Blick auf die Anzahl der Unterschriften wies das Gemeindeoberhaupt darauf hin, dass 136 der 280 Unterzeichnenden nicht aus der Gemeinde Wermsdorf kommen. Er vertrete die Interessen der hiesigen Einwohner.

Strahlenbelastung fürchten die Mahliser.

Strahlenbelastung fürchten die Mahliser.

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Initiative kontert

Die Tatsache, dass auch Menschen aus sächsischen Großstädten, anderen Bundesländern oder gar Kontinenten unterzeichnet hätten, sei nicht zu vernachlässigen, entgegneten die Initiativvertreter. Meist handle es sich dabei um Bekannte oder Familienangehörige der Mahliser. „Unsere Kinder und andere Verwandte sind indirekt betroffen – spätestens dann, wenn wir gesundheitliche Schäden oder Beeinträchtigungen durch die Strahlung erleiden und auf deren Unterstützung angewiesen sind“, argumentierte etwa Ortschaftsrätin Barbara Scheller (Grüne).

Neuer Standort nötig

Aktuell sucht die Deutsche Funkturm GmbH, die im Auftrag der Telekom einen Funkmast bei Mahlis errichten möchte, einen neuen Standort dafür. Denn die Kirchgemeinde, vertreten durch Pfarrer Rico Riese, machte ihre Ankündigung aus der jüngsten Einwohnerversammlung zum Thema wahr. Der favorisierte Standort für den Turm befindet sich zum Teil auf dem Land der Kirchgemeinde. Dieses, so Riese, wolle man für die Errichtung nicht hergeben. Die Mahliser und weitere kritische Einwohner umliegender Orte hoffen nun, dass die Petition ihrem Ansinnen mehr Gewicht verleiht – bei beteiligten Behörden und entscheidenden Gremien wie dem Gemeinderat.

Von Christian Kunze

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