Licht im Advent

Milon düst durch den Verkehrsgarten Oschatz

Milon (6) im Verkehrsgarten Oschatz. Henry Schomaker erklärt ihm Verkehrsschilder. Licht im Advent unterstützt in diesem Jahr die Verkehrswacht Oschatz.

Milon (6) im Verkehrsgarten Oschatz. Henry Schomaker erklärt ihm Verkehrsschilder. Licht im Advent unterstützt in diesem Jahr die Verkehrswacht Oschatz.

Oschatz. Mit seinem neuen Fahrrad saust der sechsjährige Milon über den Verkehrsgarten in Oschatz. Den roten Flitzer hat er im August zu seinem Geburtstag geschenkt bekommen. Dafür hat Papa Jens Hanisch gespart. Bereits Ende letzten Jahres wurde dem kleinen Jungen eine große Freude gemacht. Bei der Aktion "Ein Licht im Advent" wurde ihm ein neues Kinderzimmer ermöglicht. Nun düst er im Verkehrsgarten umher.

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Hier, wo auch bereits sein Vater das Fahrradfahren gelernt hat. Wie schon vor 20 Jahren, ist auch dieses Mal Henry Schomaker mit dabei und schaut sich zusammen mit Milon die Verkehrszeichen an. Und obwohl der Vorschüler noch nicht lesen kann, weiß er genau, dass das blaue Schild mit dem Pfeil „Einbahnstraße“ bedeutet.

Wie der Vater, so der Sohn

Und das Vorfahrtsschild? Hier hat Henry Schomaker eine super Idee, wie sich die Kinder dieses gut merken können. Denn schließlich sieht es mit der gelben Mitte, dem weißen Rand und der schwarzen Kante aus, wie ein angebranntes Spiegelei.

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„Ja, so hat es uns Herr Schomaker bereits vor 20 Jahren erklärt, sagt Jens Hanisch schmunzelnd. Er weiß noch, wie er als Steppke hier herumgefahren ist und wo er auch mal auf die Nase fiel. Für ihn ist es wichtig, dass Milon und die anderen Kinder hier geschützt die Regeln für die Straße kennenlernen können.

Die Geschichte der Verkehrswacht

Henry Schomaker kann sich noch an die Anfangszeiten erinnern. „Damals gab es noch keine Radfahrausbildung. Damit haben wir erst im Jahr 1991 mit Gründung der Verkehrswacht in Zusammenarbeit mit der Bereitschaftspolizei begonnen. Wir standen mit der Bereitschaftspolizei Leipzig in Verbindung. Diese haben uns einen LO – einen Klein-Lkw gestellt.

Von einem Schmied wurde uns ein Gestell darauf gemacht. Ein Fahrradladen sponserte uns acht Fahrräder, organisierte Helme und Startnummern. Mit diesem LO sind wir dann auf die Schulhöfe gefahren und haben mit Kreidefarbe den Verkehrsgarten aufgemalt“, erinnert sich der ehemalige Vorsitzende der Verkehrswacht Oschatz. Die Stadt unterstützte mit den benötigten Verkehrszeichen.

Dieses Bild entstand, bevor es den Verkehrsgarten Oschatz gab. Der Verkehrsgarten wurde aufgekreidet, im Hintergrund der LO.

Dieses Bild entstand, bevor es den Verkehrsgarten Oschatz gab. Der Verkehrsgarten wurde aufgekreidet, im Hintergrund der LO.

Fahrradausbildung war stets gefragt

Wie viele Klassen es damals waren, die ihre Fahrradausbildung machten, kann Henry Schomaker heute nicht mehr sagen. Aber er weiß noch genau, dass keine Termine mehr frei waren. Und das von Februar bis Dezember. Wenn Schnee lag, wurde eben vorher Schnee geschippt und Salz gestreut und dann konnte es los gehen.

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Der LO wurde später gegen einen W50 ausgetauscht. Auf diesen passte nun die doppelte Anzahl an Fahrrädern, die auch dringend benötigt wurden. So konnten mehr Schüler ausgebildet werden. Im Jahr 1996 folgte die Eröffnung des Verkehrsgarten in Oschatz. So gab es neben Oschatz noch den Verkehrsgarten in Dahlen und den erneuerten in Schweta. Wenn Radfahrausbildung ist, geht es in die Verkehrsgärten. Das ist auch heute noch so.

Bewunderung für die Arbeit

Während Henry Schomaker gemeinsam mit Jens Hanisch in Erinnerungen schwelgt, düst Milon mit dem Rad über den Verkehrsgarten. Als er im Oktober vor zwei Jahren das erste Mal auf ein Fahrrad stieg, wollte sein Papa ihn eigentlich festhalten, aber Milon war sich sicher, dass er es ohne Hilfe schafft.

Schließlich hatte er schon viel Erfahrung durch sein Laufrad. Und es klappt. Er fuhr. Und nun lernt er all das Wichtige, was er für die Fahrt im Straßenverkehr wissen muss im Verkehrsgarten.

„Was die Verkehrswacht leistet, ist tolle Arbeit. Ich hoffe, dass dies auch von den Leuten gewürdigt wird und das im Rahmen der Aktion ‚Ein Licht im Advent‘ dieser engagierten Verein genauso toll unterstützt wird, wie wir bereits im letzten Jahr“, sagt Jens Hanisch abschließend.

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Und so können Sie spenden:

Füllen Sie einen Überweisungsschein aus.

Zahlungsempfänger: OAZ-Spendenaktion

Verwendungszweck: "Fahrradausbildung"

Sie tragen bitte Ihren Betrag ein, den Sie spenden möchten, und überweisen diesen an:

IBAN: DE89 8605 5592 1090 2297 19

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Von Kristin Engel

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