Tourismus

Mulde-Elbe-Radweg: Oschatz baut zwischen Mannschatz und Schmorkau

Wegweiser Mulde-Elbe-Radweg in Mannschatz

Wegweiser Mulde-Elbe-Radweg in Mannschatz

Region. Der Radtourismus zwischen Mulde und Elbe nimmt Fahrt auf. Die Zweiradroute zwischen den beiden Flüssen haben mehrere Kommunen gemeinsam in Angriff genommen. Beteiligt sind Oschatz, Wermsdorf und Liebschützberg, Grimma, Trebsen und Strehla sowie die Landkreise, in denen die Kommunen liegen. Das Vorhaben ist jeweils unterschiedlich vorangeschritten.

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Oschatz baut auf Bahntrassen

Der vierte und vorletzte Bauabschnitt in Oschatz umfasst drei Kilometer. Die Trasse verläuft ab der Zufahrt zur Kläranlage in der Mannschatzer Straße auf der ehemaligen Schmalspurbahnstrecke und einer ehemaligen Normalspurbahnstrecke durch Mannschatz, vorbei an Schmorkau bis zur Gemeindegrenze Liebschützberg. „Auf dem ehemaligen Gleis wird der Weg 2,50 Meter, ab der Zaußwitzer Straße in Schmorkau drei Meter breit. Die Verbreiterung ist nötig, um landwirtschaftlichen Verkehr zuzulassen“, so Martin Gärtner aus dem Bauamt. Der Auftrag wurde für rund 425 000 Euro an die Firma Walter Straßenbau KG vergeben. Bis Jahresende soll alles fertig sein. Auf Wunsch des Heimatvereins Mannschatz werden am Ortseingang Mannschatz aus Richtung Oschatz auf einer Fläche ein Gleis der Kleinbahn und eine Hinweistafel als Erinnerung an die Kleinbahnstrecke errichtet, die Stadt stellt außerdem eine Bank dort auf.

Liebschützberg ist fertig

In Wermsdorf führt der Weg entlang mehrerer Gewässer und über Waldwege. Somit bedarf es Gestattungsverträgen mit dem Forst und der Landestalsperrenverwaltung zur Wegenutzung. Selbige müssen noch geschlossen werden. Bereits fertig gestellt ist der Weg in der Gemeinde Liebschützberg. Hier kann seit Juni auf gut vier Kilometern geradelt werden. Schwieriger gestaltet sich das Prozedere in den übrigen Städten und Gemeinden, die an dem Vorhaben beteiligt sind, erfuhr OAZ auf Nachfrage in Rathäusern.

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Trebsen ist mitten drin

Im Grimma hofft man, im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen zu können. Die 7,3 Kilometer lange Trasse hat die Verwaltung in 14 Abschnitte geteilt, von denen neun komplett neu gebaut werden müssen. „Der erste Bauabschnitt umfasst 1500 Meter. Die Maßnahme ist im Haushalt für 2019 geplant. Zur Zeit befinden wir uns in Abstimmung mit dem Landratsamt. Der Weg führt durch Gebiete mit schützenswerter Flora und Fauna“, sagt Amtsleiter Dirk Hahmann.In Trebsen verläuft die Radroute auf einer vergleichsweise kurzen Distanz von 2,5 Kilometern. Der erste Abschnitt davon wurde bereits im vergangenen Jahr bewerkstelligt, teilt Marika Haupt mit. Die Leiterin des Trebsener Bauamtes erklärte weiterhin, dass im zweiten Abschnitt Begrünungsmaßnahmen als Ausgleich für das Errichten eines Gewerbegebietes erfolgen sollen. Wenn der zweite Radwegeabschnitt gebaut wird, richte sich danach, wenn es Grünes Licht für das Gewerbegebiet gibt. Einen konkreten Zeitplan konnte sie nicht angeben.

Strehla schiebt Bau auf

Zukunftsmusik ist der Bau des Radweges in Strehla. Im dortigen Bauamt sei zwar der Fördermittelantrag vorbereitet. Es fehlen jedoch die nötigen Eigenmittel. Gegenwärtig gibt es neben dem Bau der rund 4,5 Kilometer langen Radstrecke auf dem Territorium der Elbestadt noch andere wichtige Dinge, die Vorrang haben und finanziert werden müssen. „Sicher werden wir auch im kommenden Jahr noch nicht damit beginnen können, den Bau umzusetzen“, so die Leiterin des Bauamtes, Elke Schulze.

Von Christian Kunze

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