Rückblick 2018

Riesige Rauchsäule zieht Richtung Oschatz

Eine riesige Rauchwolke wälzt sich auf die Stadt Oschatz zu, was vom Turm der Aegidienkirche gut zu sehen ist.

Eine riesige Rauchwolke wälzt sich auf die Stadt Oschatz zu, was vom Turm der Aegidienkirche gut zu sehen ist.

Oschatz. Wie so oft in diesem Sommer knallt die Sonne an diesem 7. Juli ohne ein störendes Wölkchen vom Himmel. In der Mittagszeit bewegt sich das Thermometer auf die vorher gesagte Höchsttemperatur von 28 Grad Celsius zu. Dann ist es schlagartig vorbei mit der sommerlichen Idylle. Gegen 14.45 Uhr zerreißt der Klang der Feuerwehrsirenen die sonnabendliche Ruhe in Oschatz und den Orten ringsherum. Von einem Feld am Kirchenwald in der Nähe des Landrichters bei Oschatz steigt eine riesengroße Rauchwolke empor, die den Himmel zeitweise verdunkelt.

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Mich erwischt die Nachricht vom Brand bei einem Arbeitseinsatz in Wellerswalde, zu dem ich mit dem Motorrad gefahren bin. Also Lederjacke an, Helm auf und ab geht es in Richtung der Rauchsäule. Erstes Problem: Auf der B 6-Auffahrt in Merkwitz gibt es einen Rückstau bis ins Dorf. Neugierige drängen sich auf dem Fußweg, um die Löscharbeiten zu verfolgen. Mit dem Motorrad kann ich mich jedoch vorbei schlängeln. Zweites Problem: Um bis in die Nähe der Löschmänner zu kommen, muss ich einen staubigen Feldweg lang fahren, schlingere mich so bis zum Einsatzfahrzeug des Oschatzer Wehrleiters Lars Natzke hin. Da er mich unter dem Helm nicht gleich erkennt, ist er wegen des ungebetenen Gastes erst mal etwas angesäuert. Also: Helm ab – und Lars Natzke ist so freundlich wie immer.

Statt Rauchwolken nur noch Staubwolken

Jetzt aber Handy raus für Fotos und Videos. Leider hat mir die verzögerte Anfahrt so viel Zeit gekostet, dass statt Rauchwolken nur noch Staubwolken in den Himmel steigen. Die wirbeln Feuerwehrautos und landwirtschaftliche Fahrzeuge beim Schaffen von Brandschneisen auf. Mir kratzt der Staub in der trockenen Kehle. Zum Glück ist die Mutter meiner Kollegin Kristin Engel zufällig und rechtzeitig auf dem Turm der Aegidienkirche – und schießt von hier aus ein beeindruckendes Foto von den Rauchsäulen. Der Bericht ist gerettet. Und der Kirchenwald auch. Durch den selbstlosen Einsatz der Löschkräfte von neun Feuerwehren und der Landwirte kann ein Übergreifen der Flammen vom Acker auf den angrenzenden Wald verhindert werden.

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Noch dutzende weitere Feldbrände

Lederjacke wieder an, Helm aufs verschwitzte Gesicht, Motorrad starten – und ab geht’s in die Redaktion. Foto, Video und Bericht gehen sofort online. Nun kann die sommerliche Idylle erst mal weiter gehen – bis zum nächsten Feldbrand. Und davon gibt es in diesem Jahr noch Dutzende.

Von frank hörügel

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