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Auf dem Landweg nach Nepal

Rückkehr mit 40 000 Bilden im Reisegepäck

Robert Pauli aus Clanzschwitz reiste gut ein Jahr auf dem Landweg nach Nepal. Zu seinen Mitbringseln gehört eine Sita, eine indische Langhalslaute. In Oschatz spielte er darauf etwas vor.

Robert Pauli aus Clanzschwitz reiste gut ein Jahr auf dem Landweg nach Nepal. Zu seinen Mitbringseln gehört eine Sita, eine indische Langhalslaute. In Oschatz spielte er darauf etwas vor.

Oschatz/Clanzschwitz. Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Der 27-jährige Robert Pauli kann das voll für sich in Anspruch nehmen. Reichlich ein Jahr war der Lehramtsstudent zu Fuß und per Anhalter auf dem Landweg unterwegs. Davon berichtete er zum Auftakt der diesjährigen Veranstaltungsreihe von Thomas Barth „Rund um den Globus“ am Sonnabend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Veranstaltungshalle des O-Parkes.

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Ungewöhnliche Reiseroute

Pauli’s Ziel: Nepal. Nicht etwa die kürzeste Strecke wählte und plante er gemeinsam mit zwei Freunden dafür, sondern eine, die durch Visabestimmungen, politische Gegebenheiten und vor allem Neugier auf die Länder, ihre Menschen und das Leben in ihnen geprägt war. Zudem die Vorgabe für sich selbst, auf dem Landweg unterwegs zu sein. Nur einmal musste er davon abkommen, weil Einreisebestimmungen dagegen sprachen.

Spannende Mitbringsel

Bereits nach wenigen Sätzen und Bildern hatte der Clanzschwitzer die Besucher sozusagen auf seine Tour mitgenommen. Eine Reise, von der Pauli 40 000 Fotos, eine Sitar (gezupfte Langhalslaute) und den Stoff für ein Reisebuch neben den vielen persönlichen Eindrücken mitbrachte.

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Aufgebrochen ist er über Polen nach Russland. Erste Landschaftbilder, dann jene aus Teilen Petersburgs meist fern der Touristenzentren und schließlich jene vom Feiern auf der Datscha mit Bannja lassen erste Begeisterung zu. Robert Pauli erzählt weiter von Fernfahrern mit dem Namen Ruslan, zeigt Bilder seiner ungewöhnlichen „Zeltplätze“ auf der Route bis hin zu Moskauer Lichterglanz. Bilder, mit viel Liebe zum Detail und zu den Menschen in den verschiedenen Orten folgen aus der Mongolei. Später auch aus Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand, China folgten, ehe er Nepal erreichte. Sie eröffneten den Zuschauern interessante Sichten. Auch zu Themen wie Wohlstandsgesellschaft, Müll, Umgang mit Umwelt, zu Fragen der Religion, Zufriedenheit, den Umgang miteinander und mit dem, was uns unsere Erde bietet.

Besonderer Vortrag

Beim Erzählern einiger Episoden beneidete mancher Gast den angehenden Lehrer um seine Erlebnisse. Aber manchmal auch nicht, wenn er zum Beispiel vom Zelten in der Großstadt oder auf einer alten Brückenbaustelle berichtete. Da Robert Pauli selbst Musik macht, untermalte er seine Bilder mit Tonaufnahmen, meist landestypischer Musik und Alltagsgeräuschen gekonnt. Schließlich griff er selbst zur Sita und spielte darauf. Das machte seinen besonderen Vortrag noch besonders.

Am Ende gestand er: „Ich bin doch nun froh, wieder daheim zu sein.“

Von Bärbel Schumann

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