Licht im Advent

Sicher und mobil im Alter: Oschatzer Verkehrswacht hilft

Ein Rollator-Parcours wie hier 2019 beim Seniorentag der DRK-Tagespflege in Oschatz gehört mit zum Schulungsangebot (Archivfoto).

Ein Rollator-Parcours wie hier 2019 beim Seniorentag der DRK-Tagespflege in Oschatz gehört mit zum Schulungsangebot (Archivfoto).

Oschatz. Fühlen Sie sich sicher im Straßenverkehr? Wer als Berufspendler routiniert mit seinem Wagen jeden Tag zur Arbeit steuert, mag jetzt denken: Was für eine Frage! Aber war das immer so? Und wird das so bleiben?

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In diesem Jahr unterstützt die OAZ-Spendenaktion "Ein Licht im Advent" die Ehrenamtlichen der Oschatzer Verkehrswacht, die sich im Corona-Krisenjahr nach Einbrüchen auch noch Vandalismus auf ihrem Verkehrsübungsplatz ausgesetzt sahen. Wir stellen ihre Arbeit vor, die dazu beiträgt, dass auch die weniger routinierten Jungen und Alten sich sicher durch den Verkehr bewegen.

Busschule kommt zu den Senioren

Zu dieser Sicherheit gehört auch das Sicherheitsgefühl, das im Alter oft abnimmt: Zu den abnehmenden Kräften, kommen dort – oft unbegründete – Ängste. Um diese zu nehmen organisiert der Verein neben Aktionstagen mit Sinnes-, Reaktions- und Blutzuckertests auch die Seniorenbusschulen zusammen mit der Omnibusverkehrsgesellschaft Heideland (OVH) und der Polizei.

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Regina Daate, die die Treffen der Mügelner Seniorenvereinigung organisiert, beschreibt: Wenn der moderne Niederflurbus vorfahre, sei das ein Ereignis für ihre Senioren. Fragen stellen, Dinge ausprobieren, sich austauschen, das sorge für begeisterte Gesichter. Bereits drei Mal hat sie mit ihnen an der Busschule teilgenommen, die es so seit etwa zehn Jahren gibt, pandemiebedingt derzeit aber ruhen müsse. „Es ist eine Erfahrung und die Leute fühlen sich sicherer, wenn so ein Bus kommt“, sagt sie.

„Da können wir auch mal bis Torgau fahren!“, höre sie dann. Manche Senioren, beschreibt sie, haben keine Angehörigen, die sie fahren könnten. „Auch bis Oschatz trauen sie sich nicht.“ Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen oder sich über die eigenen Unfälle mit dem Rollator austauschen, das mobilisiere, nehme Ängste und mache auf Gefahrenquellen aufmerksam.

Ein Rollator-Parcours wie hier 2019 beim Seniorentag der DRK-Tagespflege in Oschatz gehört mit zum Schulungsangebot (Archivfoto).

Ein Rollator-Parcours wie hier 2019 beim Seniorentag der DRK-Tagespflege in Oschatz gehört mit zum Schulungsangebot (Archivfoto).

Wohin mit dem Rollator im Bus?

Oft fragen die Älteren auch nach ihren Gehilfen, bestätigt Andreas Neumann. Er ist im Vorstand der Verkehrswacht und Disponent bei der OVH. Was mache ich mit dem Rollator, wenn ich in den Bus will? Wo stelle ich den hin? Komme ich da überhaupt rein und schimpft der Fahrer, wenn ich etwas länger brauche? „Das sind die Ängste, über die sich die Jungen gar keine Gedanken machen.“ Und die Neumann bei der Schule dann nehmen kann: „Der Busfahrer wird schon warten, bis sie ausgestiegen sind.“

Mittlerweile seien auch fast alle Haltestellen behindertengerecht ausgebaut. „Auch die OVH, wir haben zu 95 Prozent Niederflurtechnik, so dass dort ein barrierefreies Ein- und Aussteigen möglich ist.“ Das werde immer wichtiger in einer Gesellschaft, die immer älter werde.

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Manchmal seien die einfachsten Dinge da ein Problem: „Selbst der Fahrschein stellt die Senioren vor eine Herausforderung. Es ist ja nicht wie früher. Mittlerweile gibt es ja so viele Möglichkeiten – ob ich eine Wochenkarte, eine Tageskarte, eine Einzelfahrtenkarte, eine Monatskarte möchte oder ein Abo mache.“ Dass ein Anruf für eine unvoreingenommene Beratung genügt oder der Busfahrer auch einfach gefragt werden kann, ist dann gut zu wissen.

Der Container des Vereins am Verkehrsübungsplatz trug im August durch Vandalismus einen Wasserschaden davon – es hatte reingeregnet.

Der Container des Vereins am Verkehrsübungsplatz trug im August durch Vandalismus einen Wasserschaden davon – es hatte reingeregnet.

Probefahrt per Rollator

In der Regel sei auch ein Sanitätshaus aus dem Oschatzer Raum bei den mobilen Schulungen mit dabei, das Rollatoren zur „Vorführfahrt“ stellt.

„Denn das haben wir auch festgestellt: Dass viele Senioren in der Hinsicht auch noch ein bisschen eitel sind: Wie sieht das denn aus? Wenn mich da einer sieht!“, sagt Neumann.

„Es gibt ja unterschiedliche Modelle: preiswerte und auch etwas höherpreisige“, beschreibt auch Daate. Was sich auszahle und praktisch ist, mache sich bei so einem Test schnell bemerkbar.

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Und so können Sie spenden:

Füllen Sie einen Überweisungsschein aus.

Zahlungsempfänger: OAZ-Spendenaktion

Verwendungszweck: "Fahrradausbildung"

Sie tragen bitte Ihren Betrag ein, den Sie spenden möchten, und überweisen diesen an:

IBAN: DE89 8605 5592 1090 2297 19

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BIC: WELADE8LXXX

Von Manuel Niemann

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