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Feuerwehr

Wermsdorfer Carsten Köhler darf nicht leise gehen

Mit viel Lob, Beifall und einer Stärkung wurde Carsten Köhler im Wermsdorfer Gemeinderat im Beisein von Feuerwehrleuten geehrt.

Mit viel Lob, Beifall und einer Stärkung wurde Carsten Köhler im Wermsdorfer Gemeinderat im Beisein von Feuerwehrleuten geehrt.

Wermsdorf.Zweimal sollte Carsten Köhler schon verabschiedet werden. Über 20 Jahre war er Leiter der Wermsdorfer Feuerwehr. Aber weil es schon vergangenes Jahr wiederholt keine Feier zum 130-jährigen Bestehen der Wehr geben konnte, hatte sich der Wechsel an der Spitze der Helfer eher still vollzogen. Jetzt nutzte der Wermsdorfer Gemeinderat auf seiner Sitzung am Donnerstag die Gelegenheit, Köhlers Leistungen öffentlich zu würdigen.

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Überraschender Besuch

Der langjährige Feuerwehrchef saß zunächst ein bisschen verloren und allein auf seinem Besucherplatz. Doch Köhler winkte ab: „Macht keinen Rummel.“ Aber der 56-Jährige blieb nicht allein. Zum Beginn der Sitzung kam eine ganze Gruppe der Wermsdorfer Wehr in den Kultursaal der Hubertusburg. Davon war Carsten Köhler sichtlich überrascht und auch gerührt.

Bürgermeister Matthias Müller dankte dem ehemaligen Wehrleiter für seinen Einsatz.

Bürgermeister Matthias Müller dankte dem ehemaligen Wehrleiter für seinen Einsatz.

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Größte Wehr der Gemeinde geleitet

Bürgermeister Matthias Müller (CDU) erinnerte daran, dass Köhler seit 1983 in der Wermsdorfer Wehr ist, sieben Jahre Stellvertreter war und schließlich seit 2000 mehr als 20 Jahre als Wehrleiter an der Spitze stand. „Du hast in der größten Wehr der Gemeinde Verantwortung übernommen und viele Charaktere zusammengehalten“, unterstrich Müller. Bei Hochwasser, Bränden, Unfällen oder während der Geflügelpest habe Köhler die Helfer angeführt. Und auch das Horstseefischen sei ohne die Unterstützung der Freiwilligen nicht möglich, sagte er.

Daraufhin wurde es durchaus bewegend, als sich Gemeinderatsmitglieder sowie Kameradinnen und Kameraden zu stehenden Ovationen erhoben.

Neue Kräfte und langjährige Weggefährten

Der neue Wehrleiter Michael Jenetzky bedankte sich ebenfalls bei seinem Vorgänger („Du hast das bravourös gemeistert“) und auch bei Verwaltung und Räten, dass diese kurze Zeremonie im Beisein von Feuerwehrleuten möglich geworden war. Neben vielen jüngeren Helfern waren auch langjährige Weggefährten zur Sitzung gekommen, darunter etwa Claus Käseberg, der als Stellvertreter viele Jahre eng mit Carsten Köhler zusammengearbeitet hat.

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Dank an Familie und Gemeinde

Ein toller Abschied sei das, so Köhler, der sich bereits im Sommer aus der Führungsriege der Helfer in Wermsdorf zurückgezogen hat. „Natürlich hat man in all’ den Jahren viel erlebt, ich schreibe aber jetzt kein Buch und ich will auch gar nicht so viel sagen“, meinte er anschließend. Weil bei aller Bescheidenheit aber niemand nach über 20 Jahren ganz leise aus dem Amt gehen kann, sagte er doch noch ein paar Worte. So dankte er der Gemeinde für die Unterstützung des Feuerwehrwesens und die immer gute Zusammenarbeit, auch wenn es manchmal Meinungsverschiedenheiten gegeben habe. Der 56-Jährige verwies auch auf die Unterstützung durch seine Frau und die Familie. „Wer in der Feuerwehr ist, weiß, dass es ohne diesen Rückhalt nicht geht.“

Wehr ist gut aufgestellt

Er habe die Aufgaben als Wehrleiter all’ die Jahre gerne gemacht und freue sich, dass es dafür nun engagierte Nachfolger gebe. „Ich kann beruhigt schlafen, die Wermsdorfer Wehr ist gut aufgestellt und in guten Händen“, versicherte Carsten Köhler.

Von Jana Brechlin

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