Spatenstich in Schkeuditz

96 Häuser werden bis Ende 2018 auf „Hallesches Feld“ gebaut

Ein Prosit auf den Baustart: Der Spatenstich für den Bau von 96 Häusern auf dem sogenannten Halleschen Feld ist getan. Schon Ende des Jahres sollen die ersten Häuser schlüsselfertig übergeben werden.

Ein Prosit auf den Baustart: Der Spatenstich für den Bau von 96 Häusern auf dem sogenannten Halleschen Feld ist getan. Schon Ende des Jahres sollen die ersten Häuser schlüsselfertig übergeben werden.

Schkeuditz. Auch wenn schon seit geraumer Zeit Bagger und Baumaschinen auf dem Baugebiet nördlich der Halleschen Straße ihre Arbeit tun, war am Montag mit einem ersten Spatenstich nun offizieller Baustart. Auf dem rund 26 000 Quadratmeter großen Gelände sollen bis zum Ende des nächsten Jahres 96 Häuser errichtet werden, die in der Ausstattung hoch, im Preis aber „weit unter Marktwert“ liegen, wie Stefan Demske vom Vorstand der Capital Real Estate AG äußerte. „Das Projekt ist für uns durchaus erfreulich: 20 Prozent der Häuser sind bereits verkauft, 50 Prozent sind so gut wie weg“, informierte er.

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In der nächsten Woche sollen für die ersten fünf Häuser die Bodenplatten gegossen werden. In der Woche darauf kommt die nächste Bodenplatte. „Stück für Stück kommt dann ein Haus nach dem anderen“, meinte Projektleiter Sven Hertel. Mit der Firma Umwelttechnik und Wasserbau mit Hauptsitz in Blankenburg arbeitet die Projektgesellschaft dabei zusammen.

Dass es jetzt losgehen kann, freute den Vorstand Demske. Im Vorfeld seien einige Geländeuntersuchungen nötig gewesen. So hätten die Archäologen und auch die Suche nach Kampfmitteln keine nennenswerten Funde zu Tage gebracht, erwähnte er durchaus erleichtert. Nun könne attraktiver Wohnraum entstehen. „Die Wohnungen bekommen dann Eichen-Stäbchenparkett, Massivholztreppen und Marken-Armaturen im Badbereich. Und das zu moderaten Preisen“, zählte Demske auf. „Und die Häuser bekommen einen High-Speed-Internetanschluss“, ergänzte Stadtwerke-Chef Ingolf Gutsche.

Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) zeigte sich ebenfalls erfreut über den Baustart und blickte bei einer kurzen Ansprache mehr als 20 Jahre zurück. Aus dieser Zeit, nämlich von 1995, stammt der Bebauungsplan für das Areal. Zu der Zeit sollte die Fläche auch schon bebaut werden. Die STEG Stadtentwicklung Südwest sollte hier entwickeln. Zur tatsächlichen Erschließung des Gebietes ist es jedoch nicht gekommen, weil sich Stadt und STEG über einen Erschließungsvertrages nicht einigen konnten. Die STEG klagte auf 4,9 Millionen Euro und 2009 wurde Schkeuditz dann zur Zahlung von 1,9 Millionen Euro für die erfolgten Arbeiten verurteilt.

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Mit dem jetzigen Investor ist ein Erschließungsvertrag indes zustande gekommen und auch für einen in den gut 20 Jahren auf dem Gelände entstandenen Wald gibt es Ausgleichleistungen (die LVZ berichtete). „Nur Dresden und Leipzig bewegen sich in Sachsen entgegen der demografischen Entwicklung. Und Schkeuditz profitiert vom Leipziger Zuwachs“, sagte Enke. „Sie sind in Schkeuditz keine Ausnahme“, äußerte er in Richtung Demske und meinte damit andere Wohnbaugebiete beziehungsweise -projekte in der Stadt.

Eine Ausnahme dürfte die Capital Real Estate AG aber bezüglich der Baufläche sein: Die jetzt entstehenden 96 Häuser werden nämlich auf nur etwa einem Viertel der gesamten Fläche gebaut. „Wie dann weitergebaut wird, steht womöglich fest, wenn Dreiviertel der Häuser gebaut sind“, sagte Projektleiter Hertel.

Von Roland Heinrich

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