Premiere in Helios Klinik

Knoten werden in Schkeuditz per Ultraschall entfernt

Punktgenau wird das Gerät an der Behandlungsstelle platziert.

Punktgenau wird das Gerät an der Behandlungsstelle platziert.

Schkeuditz. Am gestrigen Mittwoch informierte die AOK für Sachsen und Thüringen, dass 39 sächsische Kliniken führend im Bundesgebiet seien. Einige von ihnen hätte in mehr als nur einem Krankheitsbild beste Resultate bei der Bewertung erhalten. Mit dabei: die Helios Klinik in Schkeuditz. Bei der Blinddarm- und Gallenblasenentfernung sowie beim Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks habe die Schkeuditzer Einrichtung im Zeitraum von 2013 bis 2015 bei der Bewertung überdurchschnittlich abgeschnitten. Nun könnte ein weiteres Behandlungsgebiet hinzukommen.

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Als erste Klinik im Freistaat behandelt die Helios Klinik in Schkeuditz jetzt gutartige Schilddrüsenknoten mittels hochintensiv gebündeltem Ultraschall. Diese Echotherapie, die auch HIFU (englisch: high intensity focused ultrasound) genannt wird, ist für Patienten absolut schonend, denn es ist keine Operation nötig, es gibt keine Schnitte und keine Narben. Deutschlandweit ist die Schkeuditzer Klinik mit dieser Methode eine von zehn Standorten und bisher die einzige in Sachsen.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Helios Klinik mit den Behandlungs- und Operationsmöglichkeiten der Schilddrüse und Nebenschilddrüse. Mit etwa 500 Schilddrüsenoperationen pro Jahr besitzt die Klinik eine äußerst umfassende Expertise auf diesem Gebiet, informierte die Einrichtung. Deutschlandweit gehöre sie nach eigenen Angaben zu den Top-20-Kliniken mit den meisten Schilddrüsenoperationen – Platz 18 von 997 Krankenhäusern – und liege damit weit vor großen Kliniken. Schilddrüsenknoten kämen recht häufig vor: Circa 20 Prozent der Erwachsenen hätten einen oder mehrere Knoten. Etwa 95 Prozent der Knoten seien gutartig und müssten in den meisten Fällen nur regelmäßig kontrolliert werden. „Nicht alle gutartigen Schilddrüsenknoten müssen operativ entfernt werden. Wenn sie jedoch wachsen und Beschwerden wie unangenehmes Druckgefühl, Heiserkeit, Probleme beim Schlucken oder zu einer Veränderung der Schilddrüsenfunktion führen, müssen sie behandelt werden“, erklärte Frank Steinert, Chefarzt der Klinik für Chirurgie.

Voraussetzung für die neue Echotherapie sei nun, dass es sich beim Schilddrüsenknoten sicher um einen gutartigen Tumor handelt. Auch die Größe und Lage des Knotens sind entscheidend. Eine vorangestellt ausführliche Diagnose kläre diese Fragen. Kommt die neue Methode zur Anwendung, liegen deren Vorteile auf der Hand, heißt es von der Klinik: Zum einen ist sie schonend, schmerz- und dann auch narbenfrei. Dann finde die Behandlung ambulant und unter lokaler Betäubung statt. Nach 20 bis 90 Minuten sei die Behandlung beendet. Mit Ultraschallbildern sei eine Kontrolle in Echtzeit möglich – und es müssten keine Hormonmedikamente verabreicht werden.

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Von Roland Heinrich

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