Zu hohe Geschwindigkeit

Stadt Schkeuditz mietet mobilen Blitzer – „TraffiStar“ macht 250 Fotos in einer Woche

Der mobile Blitzer wurde auch am Rathausplatz eingesetzt.

Der mobile Blitzer wurde auch am Rathausplatz eingesetzt.

Schkeuditz. Ein von der Stadtverwaltung angemieteter Blitzer hat innerhalb von einer Woche fast 250 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, davon insgesamt 72 in der Zeit von 20 Uhr abends und sechs Uhr morgens. Das ist das Ergebnis eines Testbetriebs, den die Stadt Schkeuditz in der Zeit vom 2. bis zum 8. November durchgeführt hatte – und dessen Ergebnis sie am Donnerstag dem Stadtrat vorgelegt hat. Für die Kontrollen hatte die Verwaltung einen mobilen Blitzer angemietet und an insgesamt fünf „Gefahrenstellen mit Geschwindigkeitsbegrenzung“ platziert.

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Die meisten Geschwindigkeitsverstöße sind demnach im Ortsteil Dölzig festgestellt worden (Straße Am Kanal). Hier blitzte es 24 Mal in Richtung Ortsmitte und weitere 95 Mal in Richtung Schkeuditz. In Richtung Kernstadt wurden in der Zeit von 20 bis sechs Uhr stolze 28 Verstöße außerhalb der Kernzeiten registriert – das ist auffällig viel.

Dahinter folgt die Messstation in der Äußeren Leipziger Straße: In beide Richtungen hat das Messgerät hier insgesamt 50 Geschwindigkeitsüberschreitungen aufzeichnet. In Richtung Stadtzentrum gab es dabei vier Fälle mit Geschwindigkeiten von 20 Kilometern pro Stunde über der zugelassenen Höchstgrenze – im Vergleich mit den anderen Messstationen der höchste Wert.

14 Verstöße in der Nacht am Rathausplatz

Mit 38 Blitzerfotos offenbarte sich auch der Rathausplatz als Schwerpunkt, in der 20er-Zone fand am 3. November eine Geschwindigkeitsüberwachung statt. Mit 14 erfassten Fahrzeugen gab es hier vergleichsweise viele Aufzeichnungen in der Nacht. Der Blitzer wurde auch in der Gutshofstraße im Ortsteil Kleinliebenau geparkt (16 Verstöße in Richtung B 186, drei in Richtung Horburg) sowie auf der B 6 in Höhe des Bahnhofs in Richtung Leipzig (21 Verstöße).

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In den sozialen Netzwerken kam nach Sichtung der Blitzer mitunter Empörung auf, einige Autofahrer warfen der Stadt "Abzocke" vor. Die Verwaltung wies nun darauf hin, dass mit der Anmietung des Blitzers lediglich auf das Ergebnis einer Sicherheitsanalyse aus dem vergangenen Jahr eingegangen worden sei: "Die Analyse ergab, dass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sich unter anderem mehr Präsenz des städtischen Ordnungsamtes wünschen", heißt es in den Ausführungen von Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU).

Bürger hätten sich mehr Kontrollen gewünscht, heißt es im Rathaus

Im Rahmen der Befragung sei insbesondere der Wunsch nach stärkerer Sanktionierung von Park- und Geschwindigkeitsverstößen geäußert worden. Zudem hätten sich die Bürgerinnen und Bürger vorrangig gewünscht, dass bestehende Regeln konsequenter durchgesetzt und mehr Kontrollen durchgeführt würden. Ziel beim Einsatz des „TraffiStar S350“, so die Bezeichnung des Geräts, sei es also gewesen, das Sicherheitsgefühl zu erhöhen.

Es könnte indes nicht die letzte Verwendung des Mietgeräts gewesen sein: Dem Vernehmen nach hält die Stadt sich in Konsequenz der festgestellten Verstöße die Möglichkeit offen, den Blitzer in Zukunft erneut anzumieten. So habe sich gezeigt, dass sich auch nachts viele Fahrzeuge nicht an die Geschwindigkeitsgrenzen hielten.

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