Erfindung aus Taucha

Stressfreier Urlaub durch Blumengießen per WLAN

Praktische Erfindung: Martin Wille (r.) vom Geschwister-Scholl-Gymnasium, hier mit Vater Christian,  gewann den Regionalausscheid bei „Jugend forscht".

Praktische Erfindung: Martin Wille (r.) vom Geschwister-Scholl-Gymnasium, hier mit Vater Christian, gewann den Regionalausscheid bei „Jugend forscht".

Taucha. Die Frage vor einer Urlaubsreise "Wer gießt in dieser Zeit unsere Pflanzen?", hat sich bei Familie Wille aus Taucha erledigt, denn Martin, der jüngste Spross der Familie, hat mit einer Lösung dieses Problems beim Regionalausscheid Nordwestsachsen "Jugend forscht" den ersten Preis erzielt.

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Am 7. März wurde dem Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in der oberen Wandelhalle des Neuen Rathauses die Urkunde überreicht, die ihn zur Teilnahme am Landeswettbewerb am 4. April in Chemnitz berechtigt. Vor zwei Jahren war er auf Landesebene mit seinem damaligen Exponat „PicoBello – die Haushaltshilfe“, einer rotierenden Reinigungsbürste für Heizkörper, schon einmal erfolgreich.

„SmartYard“ heißt die Erfindung

Diesmal soll es mit „SmartYard – der Gartenhelfer“ klappen. „Ein Sensor wird in einen Blumentopf gesteckt, der den Feuchtigkeitsgrad per WLAN an einen Server meldet, der die Daten auswertet. Bei Niedrigstand wird ein Magnetventil geöffnet und Bewässerung entsprechend dosiert dem Blumentopf zugeführt“, erklärte der 14-Jährige die Wirkungsweise des Prozessors, den er dazu programmiert hat.

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Das Ergebnis der Tüftelei ist die praktische Umsetzung seines Hobbys, denn auch in seiner Freizeit beschäftigt er sich mit dem Programmieren von Spielen und anderen technischen Abläufen. Die Programmiersprachen „C#“ und „Python“ sind für ihn dabei längst genauso geläufig wie das ABC.

Mit Programmierer-Gen

Gut möglich, dass der Achtklässler das Programmier-Gen von seinem Papa hat, denn Christian Wille entwickelt als Systemingenieur Gefahren-Meldesysteme in einem Leipziger Ingenieurbüro. Seit September 2018 betreut er die AG „Jugend forscht“ am Gymnasium, in der aller zwei Wochen die Schüler zusammenkommen, auch sein Sohn Martin ist dabei. Nachdem mit Andreas Müller der langjährige Betreuer verstorben war, setzt er dessen Arbeit fort, denn „es wäre schade, wenn es diese kreative Möglichkeit der Freizeitbetätigung nicht mehr geben würde. Ich merke es ja auch an meinem Sohn, dass die Schüler großes Interesse haben“, sagte der 44-Jährige.

„Martin ist auch noch auf anderen Gebieten erfolgreich, denn in der dritten Stufe der Mathematik-Olympiade erzielte er den 1. Preis“, informierte Holger Kießling, Fachleiter für Naturwissenschaften am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Fast logisch, dass die Antwort auf die Frage an Martin Wille nach senem künftigen Studienwunsch nur „Informatik oder Mathe oder beides“ lauten konnte.

Von Reinhard Rädler

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