„Focus Online“ erwidert Klage von „Bild“

In der Klage geht es um den Vorwurf der „Bild“-Zeitung, „Focus online“ schreibe regelmäßig aus deren Bezahlportal „Bild plus“ ab.

In der Klage geht es um den Vorwurf der „Bild“-Zeitung, „Focus online“ schreibe regelmäßig aus deren Bezahlportal „Bild plus“ ab.

München/Köln. „Focus Online“ hat vor Gericht beantragt, eine Klage der „Bild“-Zeitung abzuweisen, die dem Online-Medium vorwirft, es schreibe systematisch bei „Bild plus“ ab. Eine entsprechende Klageerwiderung reichte „Focus Online“ am Mittwoch Landgericht Köln ein. Die Vorwürfe des „Artikelklaus“ und der wettbewerbswidrigen Behinderung entbehrten jeder Grundlage, teilte das Medienhaus Hubert Burda Media in München mit, zu dem „Focus Online“ gehört. Offensichtliches Ziel der Klage sei es, Informationen zu monopolisieren, die hinter der Bezahlschranke von „Bild plus“ veröffentlicht worden seien, um sie besser vermarkten zu können.

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Aus Inhalten fremder Medien zu zitieren, sei branchenüblich und werde auch von der „Bild“-Gruppe täglich praktiziert. „Focus Online“ handle bei der Nutzung seiner Informationsquellen, zu denen unter anderem die „Bild“-Medien gehörten, nach rein publizistischen Kriterien.

Die „Bild“-Zeitung hatte Mitte Januar beim Landgericht Köln eine Klage gegen „Focus Online“ eingereicht (Az.: 14 O5/17). Ihr Vorwurf lautete: Das systematische Abschreiben exklusiver Bezahlinhalte sei eine gezielte Behinderung des Geschäftsmodells eines Wettbewerbers und verletze außerdem das sogenannte Datenbankrecht nach Paragraf 87 des Urheberrechtsgesetzes. Eine Sprecherin des Landgerichts Köln bestätigte auf Nachfrage, dass eine umfangreiche Klageerwiderung eingegangen sei.

Von RND/dpa

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