Hacker wollen Disney-Film vorab veröffentlichen

Johnny Depp segelt wieder als Captain Jack Sparrow – doch der anstehende Start des fünften Teils der „Fluch der Karibik“-Saga wird von Spekulationen über eine Hackerattacke begleitet.

Johnny Depp segelt wieder als Captain Jack Sparrow – doch der anstehende Start des fünften Teils der „Fluch der Karibik“-Saga wird von Spekulationen über eine Hackerattacke begleitet.

Los Angeles. Wurde Disney von Cyber-Piraten geentert? Laut Medienberichten wird der Mickey-Maus-Konzern erpresst. Hacker drohen, einen neuen Film vor dem Erscheinen in den Kinos online zu veröffentlichen, falls Disney kein Lösegeld in Bitcoins überweist.

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Laut der Branchenwebseite "Deadline" handelt es sich bei dem gekaperten Film um "Pirates of the Caribbean: Salazars Rache", der am 26. Mai herauskommen soll. Andere Medien berichten, dass es sich um "Cars 3" handeln soll. Der Animationsfilm soll im nächsten Monat auf den Leinwänden zu sehen sein.

Disney hat FBI eingeschaltet

Disney-Geschäftsführer Robert Iger soll nach Informationen des "Hollywood Reporter" auf einer internen Veranstaltung die Hacker-Attacke angesprochen haben – ohne allerdings den Namen des Films zu bestätigen.

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Die Cyber-Piraten wollen demnach den Film stückweise veröffentlichen, bis ihre Forderungen erfüllt werden. Zunächst sollen die ersten fünf Minuten freigegeben werden, dann der Rest in 20-minütigen Abschnitten.

Disney weigert sich laut Medienberichten, das Lösegeld in nicht genannter Höhe zu zahlen und hat die Bundespolizei FBI eingeschaltet.

Steckt wieder „thedarkoverlord“ dahinter?

Die Vorgehensweise erinnert frappierend an die Netflix-Erpressung vor wenigen Wochen. Ende April hatte ein Hacker zehn neue Folgen der Netflix-Serie "Orange Is the New Black" im Internet veröffentlicht, die eigentlich erst Anfang Juni herauskommen sollten. Der Hacker - oder die Gruppe von Hackern – hatte zuvor den US-amerikanischen Streamingdienst erpresst – doch Netflix reagierte nicht auf die Geldforderung.

Unter dem Namen „thedarkoverlord“ sollen der oder die Hacker auch bislang ungesendetes Material von weiteren TV-Sendern gestohlen haben. Laut „New York Times“ sind unter anderem die TV-Stationen ABC, Fox und National Geographic betroffen.

Erst am Freitag und am Wochenende hatten unbekannte Angreifer mit der Schadsoftware "WannaCry" Hunderttausende Rechner in 150 Ländern blockiert. Sie hatten Computerdaten verschlüsselt und verlangten ein Lösegeld in Bitcoin, um die Daten wieder freizugeben. Erste Spuren führen nach Nordkorea.

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Von Dierk Sindermann/RND/zys

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