„Hintern in die Kamera“: Günther Jauch provoziert irritierende Szene bei „Wer wird Millionär?“

Christian Grau aus Köln zeigte bei "Wer wird Millionär" seine Tattoos.

Christian Grau aus Köln zeigte bei "Wer wird Millionär" seine Tattoos.

Köln. Dass Günther Jauch am Montag bei „Wer wird Millionär?“ zu sehen war, liegt daran, dass es sich bei der ausgestrahlten Folge um eine Aufzeichnung handelte. In der bei RTL ausgestrahlten Liveshow „Denn sie wissen nicht, was passiert“ war Jauch am Samstagabend hingegen schmerzlich vermisst worden. Der Corona-Erkrankte ließ per Videoschalte wissen, dass es ihm in der Corona-Quarantäne den Umständen entsprechend gut gehe. Zwei Tage später folgte nun die „Wer wird Millionär?“-Ausgabe, in der Günther Jauch nicht ahnte, dass er mit dem Thema Corona bald nicht nur aufgrund der neuen Hygieneregeln im Quizstudio konfrontiert werden würde.

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Konfrontiert wurde der Moderator in der Sendung von Montagabend überdies mit nackten Tatsachen. Christian Grau aus Köln zeigte ansatzweise sein Hinterteil in die laufende Kamera. Schuld daran war der Moderator selbst, denn Jauch war äußerst interessiert am Thema Tattoos. Davon hatte der 40-jährige Kandidat reichlich mitgebracht. Vom Toastbrot, das sich selber schmiert, bis zum Skelett mit Bierglas, dank dem Grau nie allein sei, wenn er nach einem Festivalbesuch noch mit jemandem anstoßen wolle, wie der Gast erklärte.

„Wer wird Millionär?“: Bei einer Kandidatin hätte es Sexismusvorwürfe gegeben

Am spannendsten fand Günther Jauch das Motiv „Ufo, das einen Camper entführt“. Dieses sei auf dem Steißbein zu verorten. „Ach, Arschgeweih“, kommentierte der Moderator. „Ab wie viel Gewinn würden Sie es uns zeigen?“, erkundigte sich Jauch. Sein Angebot: „Machen Sie mal eine Ansage, dann helfe ich Ihnen so lange weiter, bis wir das Ufo sehen.“ Hätte er dieses unmoralische Angebot einer weiblichen Kandidatin gemacht, stünden vermutlich sofort Sexismusvorwürfe im Raum. So blieb es bei einer leichten Irritation der Zuschauer.

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„Wenn ich die 16.000 erreiche, finde ich’s schon super“, erwiderte Christian Grau. Diese magische Marke erreichte er problemlos. Insbesondere weil der stellvertretende Geschäftsführer einer Rockbar früher mal ein Sternerestaurant leitete und daher problemlos die Gewürzpflanze Koriander für 8000 Euro zuordnen konnte. Für 16.000 Euro musste er wissen, wofür der Versicherungsschutz grundsätzlich spätestens nach einem Jahr – und zwar jeweils zum 1. März – erlischt. Die Antwort Kleinkrafträder war eher geraten als gewusst, aber trotzdem richtig.

„So, jetzt der Camper, der vom Ufo entführt wird“, forderte Jauch den Kandidaten auf. „Wohin?“, fragte Christian Grau. „Da ist die Kamera. Wie ich allen Gästen am Ende immer sage: Hintern in die Kamera“, witzelte der Moderator.

„In deiner Sendung läuft wirklich Gottes großer Zoo auf“

Christian Grau ließ die Hose ein Stück weit herunter – und tief blicken auf seine Tätowierung. „Wie meine Schwiegermutter immer gesagt hat: In deiner Sendung läuft wirklich Gottes großer Zoo auf“, kommentierte der Moderator. „Dann haben wir das Schlimmste hinter uns“, fügte er hinzu und ließ dabei offen, ob er den Anblick des Allerwertestengeweihs meinte oder die 16.000-Euro-Hürde.

Für den Plan, sein Wohnmobil wieder fit für Festivals zu machen, sollte diese Summe ausreichen. Am Ende wurde es sogar noch doppelt so viel Geld. Für 64.000 wollte Jauch wissen: „Der in Sachsen geborene Bruno Richard Hauptmann wurde zum Tode verurteilt, weil er wessen Sohn ermordet haben soll?“ Der Kandidat gab auf. Richtig gewesen wäre: Flugpionier Charles Lindbergh. Mit 32.000 Euro erspielte Christian Grau das Doppelte seiner ursprünglich erträumten Wunschsumme.

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Wenig bescheiden war der angepeilte Gewinn von Silvia Rakel: „125.000 wäre ganz cool.“ Regelmäßige Zuschauer kannten die Kandidatin noch: Ihr Comeback war vom „Zocker-Special“ in der Osterzeit unterbrochen worden. Nun startete sie bei 32.000 Euro. Schluss war bei 64.000 Euro.

Der letzte Kandidat des Abends war Niklas Phillip. Der 25-Jährige aus Nürnberg ist Vater einer fünf Monate alten Tochter. Er arbeitet in einer typengebundenen Werkstatt für Porsche-Modelle und träumt von einem 996-er. Den gäbe es in gutem Zustand bereits für 30.000 Euro. Am Ende wurden es sogar 2000 Euro mehr. Jauch fasste den Abend zusammen: zweimal 32.000 Euro und einmal 64.000, das bedeute, „wir haben alle Kandidaten glücklich machen können“.

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