Beisetzung fesselt Menschen an Fernseher

Begräbnis der Queen wird globales TV-Ereignis

Menschen in der ganzen Welt haben am Montag die Beisetzung der Queen im Fernsehen verfolgt.

Menschen in der ganzen Welt haben am Montag die Beisetzung der Queen im Fernsehen verfolgt.

Athen. In Kinosälen und Pubs, auf riesigen Bildschirmen und kleinen Smartphones, haben Menschen in aller Welt das Staatsbegräbnis von Königin Elizabeth II. verfolgt. Über Kontinente und Zeitzonen hinweg waren Experten live auf Sendung, um das Großereignis ihren Zuschauerinnen und Zuhörern näher zu bringen, die nicht selbst in London oder Windsor vor Ort sein konnten.

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Prinz George begleitet Sarg seiner Uroma bei der Trauerfeier für die Queen

Für viele ist es der Abschied von ihrer Königin, doch für die Familie auch der Abschied von ihrer Matriarchin.

Auf der anderen Seite des Ärmelkanals, im streng republikanischen Frankreich, stampften Fernsehsender ihr übliches Programm ein, um bis zu zwölf Stunden Liveübertragung zu liefern. Im Zentrum der Hauptstadt Paris mischten sich Einwohner unter britische Touristen, um im Pub „The Cricketer“, wo sonst eher Sportübertragungen laufen, die Zeremonie auf Bildschirmen zu verfolgen.

„Ein historischer Moment“

„Es ist ein historischer Moment und ich wollte ihn nicht verpassen“, sagte Natalie Dotson, die aus dem Großraum Manchester stammt. „Also haben wir einen englischen Pub bei Google gefunden. Und dann sind wir heute einfach hergekommen, um die Beerdigung zu schauen.“

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Auch in der Truro Kathedrale verfolgen die Briten die Beisetzung ihrer Königin live.

Auch in der Truro Kathedrale verfolgen die Briten die Beisetzung ihrer Königin live.

An ihrem Drink nippend bekannte die Pariserin Martine Paranthoen, es gehe ihr ein wenig zu Herzen, „weil die Queen für mich unsterblich war.“

In Großbritannien öffneten 125 Filmtheater ihre Pforten, um das Begräbnis live auf der Leinwand zu übertragen.

Länder setzen Schwerpunkte unterschiedlich

Südafrikas öffentlicher Rundfunksender SABC brachte das Begräbnis live als Headline-Story - selbst inmitten landesweiter Stromausfälle, die die Berichterstattung über Tage dominiert hatten. Auch bei zahlreichen Radiosendern spielten Nachrichten rund um die Trauerfeierlichkeiten die Hauptrolle.

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Ein Teil der Berichterstattung war von Diskussionen über das Erbe des britischen Kolonialismus begleitet - und der Frage wie - oder gar ob - das Leben der Queen in einer früheren britischen Kolonie wie Südafrika zelebriert werden sollte.

In Deutschland lieferten ARD und ZDF Stunden detaillierter Live-Übertragungen und Kommentare ab, ebenso private Nachrichtensender.

Die öffentlich-rechtliche Rundfunkgesellschaft Spaniens, RTVE, bot nahezu minütliche Berichterstattung. Doch was die Aufmerksamkeit der Betrachter fesselte, war vor allem ein Thema von inländischer Bewandtnis: der Anblick des früheren Königs Juan Carlos und dessen Frau, der früheren Königin Sofia, die direkt an der Seite des gegenwärtigen Königs und der Königin von Spanien saßen, ihrem Sohn Felipe und dessen Frau Letizia.

Die vier waren schon nicht mehr zusammen gesehen worden, bevor Juan Carlos Spanien im Jahr 2020 inmitten finanzieller Skandale den Rücken kehrte. Seither hatte die Königsfamilie sichtbare Anstrengungen unternommen, sich von seinem Erbe zu distanzieren.

„Nicht daran teilhaben zu können, macht es schwerer“

In der japanischen Hauptstadt Tokio verfolgte mehrere Menschen im britischen Pub „The Aldgate“ das Ereignis und tranken dabei Bier. „Die Königin hatte eine besonders lange Geschichte in einem Land, das auf eine lange Geschichte zurückblicken kann, und deshalb verdient sie tiefen Respekt“, sagte der Zahnarzt Tomotaka Hosokawa.

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In der früheren britischen Kronkolonie Hongkong verfolgten viele der Hunderten Trauernden, die sich mit Kerzen und Blumen vor dem britischen Konsulat versammelten, die Live-Übertragung auf Mobilgeräten. Tom Fell, ein 42-jähriger Brite, der seit drei Jahren in Hongkong lebt, sagte, es sei schwer, dem Begräbnis so fern zu sein. „Ich erinnere mich, dass ich bei Prinzessin Dianas Beerdigung war. Ich war bei der Beerdigung der Mutter der Queen. Das Ausmaß der Trauer und des Verlusts zu spüren, aber nicht daran teilhaben zu können, macht es schwerer“, sagte er.

RND/AP

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