Honolulu verbietet Handys auf der Straße

In Honolulu drohen Handynutzern künftig Geldstrafen, wenn sie auf der Straße aufs Display schauen.

In Honolulu drohen Handynutzern künftig Geldstrafen, wenn sie auf der Straße aufs Display schauen.

Honolulu. Noch kurz eine SMS tippen, soziale Netzwerke checken, auf die Handy-Uhr schauen. All das ist in Honolulu für Fußgänger ab Ende Oktober illegal – sofern sie dabei eine Straße überqueren.

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"Manchmal wünsche ich mir, es gäbe Gesetze, die wir nicht verabschieden müssen, weil der gesunde Menschenverstand ausreicht", sagte Bürgermeister Kirk Caldwell gegenüber dem Medienportal Buzzfeed. Nirgendwo in den USA ist die Unfallrate mit Beteiligung von Fußgängern höher als in der Hauptstadt des Bundesstaates Hawaii. "Wir wollen die Fußgänger sowohl auf dem Bürgersteig als auch auf der Straße schützen", sagte Caldwell. Die Polizei bestätigte, dass Smartphonenutzer bei vielen Verkehrsunfällen involviert sind.

Auch Laptops und Kameras betroffen

Das Gesetz gilt für die Nutzung von allen tragbaren elektronischen Geräten, also auch für Laptops, Digitalkameras oder Funkgeräte. Wer dagegen verstößt, wird zunächst mit einer Strafzahlung von 35 US-Dollar (umgerechnet etwa 30 Euro) bestraft. Bei einem zweiten Verstoß innerhalb eines Jahres sind 75 Dollar (etwa 65 Euro) zu zahlen, ein dritter kostet 99 Dollar (etwa 85 Euro). Wer auf der Straße einen Notruf absetzen muss, darf dies aber weiterhin ungestraft tun.

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Ratsherr Brandon Elefante sagte gegenüber Buzzfeed: „Ein solches Gesetz wird den Menschen helfen, sich aufmerksamer zu verhalten.“ Doch es gibt auch Kritik. Der Stadtverordnete Ernie Martin sagte: „Das grenzt an Überregulierung.“ Er hätte es befürwortet, wenn die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr durch eine Kampagne gefördert worden wäre.

Gesetz für New Jersey scheiterte

Honolulu ist nicht die erste Stadt in den Vereinigten Staaten, die ein Gesetz zur Handynutzung im öffentlichen Raum erlässt. Bereits seit 2012 ist es in Fort Lee, einer Kleinstadt in New Jersey, verboten, beim Gehen SMS zu schreiben. Vergangenes Jahr scheiterte der Versuch, das Gesetz auf den ganzen Bundesstaat auszuweiten.

Von RND/scha

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