Durch Protest bekannt geworden

Russische Journalistin Marina Owsjannikowa arbeitet nicht mehr für „Welt“

Die durch ihren Kriegsprotest im russischen Fernsehen bekannt gewordene Journalistin Marina Owsjannikowa.

Berlin. Die für ihren Anti-Kriegs-Protest im russischen Staatsfernsehen bekannt gewordene Journalistin Marina Owsjannikowa und die „Welt“ gehen bereits nach wenigen Wochen wieder getrennte Wege. Der Vertrag über eine freie Zusammenarbeit sei ausgelaufen, sagte eine Sprecherin des Medienkonzerns Axel Springer am Mittwoch in Berlin dem Evangelischen Pressedienst (epd) und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. „Wir haben weiterhin größten Respekt für den Mut und die Courage von Frau Owsjannikowa und wünschen ihr alles Gute“, fügte die Sprecherin hinzu.

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Aus Redaktionskreisen hieß es, die Zusammenarbeit mit Owsjannikowa sei unter anderem aufgrund sprachlicher Probleme schwierig gewesen. Für die Tageszeitung „Welt“ und den gleichnamigen Fernsehsender berichtete die Journalistin seit dem vergangenen April aus der Ukraine und Russland.

Russische Propaganda?

Owsjannikowa war Mitte März in der Hauptnachrichtensendung des TV-Senders Perwy Kanal hinter einer Moderatorin ins Bild getreten und hatte ein Plakat mit der Aufschrift „Stoppt den Krieg. Glaubt der Propaganda nicht. Hier werdet ihr belogen“ in die Kamera gehalten. Daraufhin war sie festgenommen und zu einer Geldstrafe von 30.000 Rubel (rund 300 Euro) wegen der „Organisation einer unerlaubten öffentlichen Veranstaltung“ verurteilt worden.

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Kritiker werfen Owsjannikowa vor, im Dienste russischer Propaganda zu stehen. Die ukrainische Bürgerrechtsorganisation Vitsche hatte deshalb Proteste vor dem Verlagsgebäude von Axel Springer organisiert.

RND/epd

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