Netflix will „House of Cards“ einstellen

Die „House of Cards“-Stars Robin Wright und Kevin Spacey.

Die „House of Cards“-Stars Robin Wright und Kevin Spacey.

Los Gatos. „House of Cards“ ist das Aushängeschild des Streaming-Dienstes Netflix. Doch nun soll die Polit-Serie mit ihrer sechsten Staffel enden. Das berichtet das Magazin Hollywood Reporter unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. 2018 dürfte Kevin Spacey als US-Präsident Francis Underwood für 13 Episoden ein letztes Mal Intrigen spinnen und sich aus Skandalen winden.

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Zunächst wurde vermutet, dass die Absetzung in Zusammenhang mit den jüngsten Missbrauchsvorwürfen gegen den 58-jährigen Hauptdarsteller stehen könnte. Vor mehr als 20 Jahren soll Spacey den damals 14-Jährigen Schauspieler Anthony Rapp in einem Hotelzimmer bedrängt haben. Der heute 46 Jahre alte Rapp („A Beautiful Mind“, „Star Trek: Discovery“) hatte am Montagmorgen den älteren Branchenkollegen eines sexuellen Übergriffs beschuldigt.

Eine Netflix-Sprecherin bestätigte jedoch, dass das Ende der Serie bereits vor Monaten beschlossen wurde. Die Produktion der sechsten und letzten Staffel habe in diesem Sommer begonnen. Gegenüber der „New York Times“ erklärten die Serien-Macher, sie seien „zutiefst beunruhigt“ über die Vorwürfe gegen den Hauptdarsteller.

Spacey reagiert auf Twitter

Kevin Spacey meldete sich nach dem Bericht auf Twitter zu Wort. „Ich bin mehr als bestürzt, seine Geschichte zu hören“, schreib der Schauspieler. Er könne sich an den Vorfall „ehrlich nicht erinnern“. Aber: „Wenn ich mich damals so verhalten habe, wie er es beschreibt, dann schulde ich ihm die aufrichtigste Entschuldigung für etwas, das zutiefst unangemessenes betrunkenes Verhalten gewesen wäre.“

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Von sos/dpa/RND

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