Warnstreik bei „Hamburger Morgenpost“

Von Sparmaßnahmen bedroht: die traditionsreiche „Hamburger Morgenpost“, im Volksmund „Mopo“ genannt.

Von Sparmaßnahmen bedroht: die traditionsreiche „Hamburger Morgenpost“, im Volksmund „Mopo“ genannt.

Hamburg. Anlass hierfür ist der vom DuMont Schauberg-Konzern (Köln) angekündigte Abbau von elf Arbeitsplätzen in Redaktion und Verlag. „Wenn die Belegschaft weiter schrumpft, wird es keine Zukunft für Pressevielfalt in Hamburg geben“, sagte Stefan Endter, Geschäftsführer des DJV-Landesverbandes Hamburg. Nach seinen Angaben beteiligten sich rund 30 Beschäftigte an dem Ausstand.

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„Mopo“-Chefredakteur Frank Niggemeier hatte im August darauf verwiesen, dass es sich nicht nur um ein Sparprogramm handele, sondern um eine komplette Neuausrichtung des Blattes. „In den Verhandlungen sind wir noch weit auseinander, die Geschäftsführung will schon vollendete Tatsachen schaffen. Aber das nehmen wir nicht einfach hin“, berichtete Martin Dieckmann, ver.di-Fachbereichsleiter. Die nächste Verhandlung ist am 4. Oktober vorgesehen, wie die DuMont-Mediengruppe als Eigentümer der „Mopo“ in Köln bestätigte. Die Gewerkschaften wollen nach dem Abschluss eines Sozialtarifvertrags auch über einen „Zukunftstarifvertrag“ für die „Mopo“ verhandeln.

Die DuMont-Mediengruppe verwies auf ihre Reaktion auf einen Appell von fünf Fraktionsvorsitzenden der Hamburger Bürgerschaftsparteien SPD, CDU, Grünen und Linken. Die Politiker hatten die DuMont-Mediengruppe aufgefordert, den Stellenabbau zu überdenken und speziell die Kündigung der Rathaus-Reporterin kritisiert. DuMont verwies in der Replik unter anderem darauf, dass das neue publizistische Konzept auf „mehr Hamburg, mehr Hintergrund und mehr Meinungsstärke“ abziele. Die „Mopo“ gehe in ihrer Neuausrichtung konsequent den Weg der Digitalisierung weiter – und DuMont habe sich entschieden, „für die nachhaltige Zukunftssicherung der "Mopo"“ einzutreten.

Von RND/dpa

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