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Tarifstreit

900 Stahlkocher in Sachsen und Brandenburg treten in den Warnstreik

Nächtlicher Streikauftakt: Ab 5 Uhr traten 120 Mitarbeiter des Mannesmann-Röhrenwerks in Zeithain bei Riesa in den Warnstreik.

Nächtlicher Streikauftakt: Ab 5 Uhr traten 120 Mitarbeiter des Mannesmann-Röhrenwerks in Zeithain bei Riesa in den Warnstreik.

Eisenhüttenstadt/Riesa.Stahlwerker in Sachsen und Brandenburg haben am Dienstag am frühen Morgen die Arbeit niedergelegt. Bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) traten ab 5 Uhr etwa 750 der 2700 Beschäftigten für zwei Stunden in den Warnstreik. Im Mannesmann-Röhrenwerk in Zeithain bei Riesa (Kreis Meißen), wo sich 120 der dort 400 Mitarbeiter beteiligten, dauerte der Ausstand, der ebenfalls früh um 5 Uhr startete, sogar dreieinhalb Stunden, erklärte eine IG-Metall-Sprecherin.

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Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft Druck machen in der laufenden Tarifrunde für die 8000 Beschäftigten in der ostdeutschen Stahlindustrie. "Die entschlossenen Belegschaften vor den Toren sind ein klares Signal an die Arbeitgeber: Bewegt Euch!", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall in Berlin-Brandenburg-Sachsen, bei der Streikkundgebung in Eisenhüttenstadt. Bislang hätten die Arbeitgeber noch nicht einmal ein Angebot vorgelegt.

Am 28. Januar waren beide Seiten zur ersten Tarifrunde für die neuen Länder zusammengekommen, ein Termin für die zweite Sitzung steht noch nicht fest. Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn und 1800 Euro Urlaubsgeld, das in freie Tage umgewandelt werden kann. Bei den Azubis soll das Plus noch etwas höher ausfallen. „Wir brauchen Bewegung bei den Einkommen und ein klares Signal an junge Menschen“, sagte Höbel. „Die Arbeitgeber müssen auf die Auszubildendenvergütung eine zusätzliche Schippe drauflegen.“

Die Friedenspflicht in der Ost-Stahlindustrie war Ende Januar abgelaufen, seither darf gestreikt werden. Am Dienstag vor einer Woche waren bereits 250 Beschäftigte von drei Betrieben im Harz für zwei Stunden in den Warnstreik getreten, darunter die Salzgitter-Tochter Ilsenburger Grobblech.

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Von Frank Johannsen

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