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Bevölkerungszählung Zensus beginnt – und das kommt auf Sachsen zu

Das statistische Landesamt verschickt in diesen Tagen Hunderttausende Briefe an Sächsinnen und Sachsen: Sie sollen für den diesjährigen Zensus Fragen beantworten. Worum es geht - und was die Zählung bringen soll.

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Was ist der Zensus?

Der Zensus ist eine Art Inventur der Bundesrepublik, die alle zehn Jahre durchgeführt wird. Ihr Ziel ist es, eine verlässliche Planungsgrundlage für politische und wirtschaftliche Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden zu schaffen. Mit dem Zensus sollen die genaue Bevölkerungszahl ermittelt und Ungenauigkeiten in den Melderegistern behoben werden. Das Statistische Bundesamt legt die Methodik fest, die Landesämter sind für die Durchführung zuständig.

Wer wird befragt?

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In Sachsen werden 570 000 Menschen unter anderem zu ihrem Namen, Geschlecht, Familienstand und ihrer Staatsangehörigkeit befragt - das entspricht etwa 15 Prozent der Bevölkerung. Bundesweit werden 10,3 Millionen Personen ausgewählt. Im Rahmen einer zweiten Erhebung erhalten zudem Eigentümer und Verwalter von Wohneigentum Post vom Landesamt. Damit wollen die Statistiker herausfinden, wie die Menschen in Deutschland wohnen.

Muss man antworten?

Ja. Nach dem Zensusgesetz 2022 sind die ausgewählten Personen auskunftspflichtig. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, kann laut Statistischem Bundesamt ein Zwangsgeld erhalten.

Wie läuft die Befragung ab?

Bundesweit werden 100 000 sogenannte Erhebungsbeauftragte im Einsatz sein. Der jeweilige Interviewer kommt zu einem vorher angekündigten Termin. Allen ausgewählten Personen werden Fragen etwa zu Alter, Familienstand oder Haushaltsgröße gestellt. Man kann diese Fragen entweder direkt im persönlichen Gespräch beantworten, einen Papier-Fragebogen ausfüllen oder später online antworten. Sachsen sucht derzeit noch Erhebungsbeauftragte. Sie können sich ihre Zeit frei einteilen und erhalten eine Aufwandsentschädigung.

Wie steht es um den Datenschutz?

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Die Sächsische Datenschutzbeauftragte Juliane Hundert betonte, dass für den Zensus strenge datenschutzrechtliche Vorgaben gelten. So müssten statistische Einzelangaben einer befragten Person geheim gehalten werden und dürften nicht an Verwaltungsbehörden oder Private herausgegeben werden. Hundert kündigte bereits an, dass ihre Behörde die Einhaltung der Vorgaben stichprobenartig kontrollieren werde.

RND/dpa

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