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Winter-Halbzeitbilanz

Bisher zu milder Winter in Leipzig: Wo bleiben Schnee und Eis im Flachland?

Toller Sonnenuntergang am Donnerstagabend über der Südvorstadt in Leipzig. Der Winter fiel in der Messestadt mit 2,8 Grad über dem Durchschnitt bisher deutlich zu mild aus. Und der Trend sieht bisher auch kaum Chancen für Schnee und Eis.

Toller Sonnenuntergang am Donnerstagabend über der Südvorstadt in Leipzig. Der Winter fiel in der Messestadt mit 2,8 Grad über dem Durchschnitt bisher deutlich zu mild aus. Und der Trend sieht bisher auch kaum Chancen für Schnee und Eis.

Leipzig.Viel zu mild und zu trüb: So fällt die Zwischenbilanz der Wintersaison 2021/22 bisher aus. An diesem Samstag ist bereits Halbzeit beim meteorologischen Winter – und das im Vorfeld oft vorhergesagte Extrem-Wetter mit viel Schnee und Dauerfrost hat sich als Fata Morgana entpuppt. "Wir erleben bisher einen klassischen Mildwinter. Die mittleren Temperaturen liegen rund 2,5 Grad über dem 30-Jahresmittel. Zudem war der Winter bisher zu trüb, die Sonnenscheindauer liegt unter dem Durchschnitt", bilanziert Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Portal Wetter.net. Beim Niederschlag hat der Winter dagegen sein Soll bisher fast genau erfüllt, ist aber weder zu nass, noch zu trocken.

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In Leipzig bisher milder als im Landesdurchschnitt

Auch Sachsen liegt exakt in der zu milden Witterung: Landesweit war es bisher genau 2,5 Grad zu warm. Noch etwas milder war es dagegen in Leipzig: Hier liegt die Abweichung nach oben sogar bei 2,8 Grad. Das Niederschlagssoll ist hier bereits zu 56 Prozent erfüllt – aber es gab eben meist Regen statt Schnee. Und die Sonne könnte sich in Leipzig noch öfter blicken lassen: Das Sonnenscheinsoll für den Durchschnittswinter ist erst zu 36 Prozent erfüllt.

So wird das Wetter in den nächsten Tagen

Samstag: 3 bis 8 Grad, mal Sonne, mal Wolken und Nebel, trocken

Sonntag: 3 bis 7 Grad, meist trocken, ab und zu etwas Sonnenschein

Montag: 3 bis 9 Grad, mild geht es weiter, viele Wolken und Nebel, lokal etwas Regen möglich

Dienstag: 3 bis 7 Grad, meist trocken, mal Sonne oder Wolken und Nebel

Mittwoch: 4 bis 8 Grad, vielfach Wolken und etwas Sonne, stellenweise leichter Regen

Donnerstag: 4 bis 7 Grad, weit und breit kein Winterwetter mit Schnee und Frost, zu mild für die Jahreszeit, ab und zu etwas Regen

Freitag: 3 bis 7 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Nebel, etwas Regen möglich

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Trend für Januar: Kein Flachland-Winter in Sicht

Die positive Seite des grauen, milden Wetters: In Sachen Energieverbrauch ist der Winter bisher optimal. „Ein milder Winter hält den Verbrauch gering. Bei den gestiegen Preisen kommt das gerade recht“, sagt Dominik Jung. Und das könnte auch so weitergehen – zumindest im Januar sei kein Flachlandwinter in Sicht. Der erste Monat des Jahres steuert sogar auf eine deutlich zu milde Witterung zu: Vier Grad liegt der Januar bisher über dem langzeitigen Temperaturdurchschnitt. Aktuell macht Hoch Carlos den Deckel zu und versperrt dem Winter alle Möglichkeiten uns zu erreichen. Die nächsten sieben Tage bringen meist weiterhin trockenes und am Tag mildes Hochdruckwetter. In der Spitze sind bis zu 9 Grad möglich“, so die Vorhersage von Wetter.net. Nur nachts kann es stellenweise Frost geben.

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Wie werden die Winterferien?

Fällt also auch die zweite Winterhälfte bis 28. Februar 2022 zu mild aus? Das ist gut möglich, sagt Wetterexperte Jung. Auch für die Winterferien in Sachsen (12. bis 26. Februar) und Thüringen (12. bis 19. Februar) dämpft er die Erwartungen. „Alle derzeitigen Langzeittrends sehen einen eher leicht zu warmen Februar voraus. Es könnte insgesamt ein Hin und Her werden: Mal etwas milder, mal etwas kälter. Aber weiße Landschaften mit Schnee und Eis für mehrere Tage? Das sieht eher schlecht aus, es geht wohl weiter wie bisher.“

Kommt der März-Winter?

"Es stimmt: Gerade bei milden Wintern war es immer wieder so, dass der März nochmal verspätet Kälte und Schnee gebracht hat. Ob das in diesem Jahr auch so sein wird, ist aber fraglich", sagt Meteorologe Jung. Auch hier verweist er auf die Langzeit-Wetterprognosen. Danach soll der März sogar deutlich wärmer werden als im Klimamittel. Um zwei bis drei Grad könnte die Abweichung nach oben gehen. Für Dominik Jung eine spannende Entwicklung: "Das ist wirklich eine markante Abweichung vom langjährigen Klimamittel. Vielleicht gibt es ja im März sogar schon einen ersten kleinen Frühsommeranlauf."

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Von Olaf Majer

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