Kontaktverfolgung

Corona-Notstand: Freiwillige sollen in Sachsens Gesundheitsämtern aushelfen

Corona-Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt. Viele Behörden sind überlastet und suchen nach Mitarbeitern.

Corona-Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt. Viele Behörden sind überlastet und suchen nach Mitarbeitern.

Dresden. Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hat die Bediensteten des Freistaates angesichts stark steigender Corona-Infektionen um Unterstützung der Gesundheitsämter gebeten. Für die Kontaktnachverfolgung werde das dringend benötigt, schrieb er am Mittwoch in einem Brief an die Landesdiener. Nach Rücksprache mit ihren Vorgesetzten könnten sie sich im Beteiligungsportal des Landes anmelden. Die Kolleginnen und Kollegen in den Gesundheitsämtern der Landkreise und kreisfreien Städte seien an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt.

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Corona-Lockdown in Sachsen soll verhindert werden

„Bereits im Frühjahr ist es uns gemeinsam gelungen, die Ausbreitung des Virus zurückzudrängen. Wir wissen also genau, was zu tun ist, damit uns dies erneut gelingt. Es kommt auf jede und jeden Einzelnen an“, betonte Kretschmer. Die Regierung sei fest entschlossen, die Infektionsdynamik unter Kontrolle zu behalten, um die Gesundheit der Bevölkerung zu sichern und einen zweiten Lockdown mit umfassenden Beschränkungen für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben zu vermeiden.

Hilfe bei Kontaktnachverfolgung

„Wir wollen vor allem das Gesundheits-, Bildungs- und Betreuungswesen aufrechterhalten sowie die Erholung der sächsischen Wirtschaft nicht gefährden. Wir alle – in unseren unterschiedlichen Zuständigkeiten – können dabei auf die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten zurückgreifen“, erklärte Kretschmer. In den vergangenen Tagen habe das Infektionsgeschehen eine besorgniserregende Dynamik erreicht. Neben Disziplin und Solidarität der Menschen untereinander sei die schnelle, konsequente und vollständige Kontaktnachverfolgung das zentrale Element, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.

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Seit mehreren Wochen unterstützt bereits unter anderen die Bundeswehr die Gesundheitsämter. So wird das Leipziger Gesundheitsamt derzeit von 20 Soldaten, 24 Verwaltungsangestellten aus anderen Bereichen, zehn Studenten, zwei Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) und einer Ärztin der Landesuntersuchungsanstalt personell verstärkt.

Von LVZ

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