Letzte Generation

Aktivisten kleben sich in Dresden an „Sixtinische Madonna“ – und beschädigen den Rahmen

Zwei Umweltaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ stehen mit einem Banner in der Gemäldegalerie Alte Meister an dem Gemälde „Sixtinische Madonna“ von Raffael.

Zwei Umweltaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ stehen mit einem Banner in der Gemäldegalerie Alte Meister an dem Gemälde „Sixtinische Madonna“ von Raffael.

Leipzig. Aufruhr im Dresdner Zwinger: Eine Aktivistin und ein Aktivist der Klimabewegung „Letzte Generation“ haben sich am Dienstagmittag an die berühmte „Sixtinische Madonna“ in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden festgeklebt. 

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Kulturministerium will Sicherheitskonzept prüfen

Mit der Aktion wollten die 21- und der 28-Jährige gegen die Klimapolitik der Regierung protestieren. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur kletterten sie zuerst über die Absperrung vor dem Bild, klebten sich an den Rahmen und lösten dadurch den Alarm aus. Sicherheitsleute hätten die Galerie danach geräumt.

Das Kulturministerium will nun prüfen, wie es zum Vorfall kam. Es seien natürlich Wachleute in den Museumsräumen unterwegs, sagte Sebastian Hecht, zuständiger Bereichsleiter im Kulturministerium. Eine Eins-zu-Eins-Betreuung gebe es aber nicht. „Wenn sich Leute mit Sekundenkleber in böser Absicht irgendwo festkleben, kann man das wahrscheinlich nicht wirklich verhindern.“ Dennoch soll das Sicherheitskonzept noch einmal auf mögliche Probleme und Lücken geprüft werden.

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Gemälde bleibt unversehrt

Das im frühen 16. Jahrhundert entstandene Gemälde des italienischen Künstlers Raffael ist eines der berühmtesten Kunstwerke der Renaissance. „Es gab zum Glück keine Schäden am Kunstwerk selbst“, sagte Hecht. Lediglich der nicht historische Rahmen sei zu Schaden gekommen, bestätigt eine Sprecherin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. „Durch den Kleber wurde die Patina in Mitleidenschaft gezogen.“

Aktivistin vergleicht Gemälde mit Folgen des Klimawandels

Die „Sixtinische Madonna“ sei ein starkes Symbol, wird die 21-jährige Aktivistin Maike Grunst in einer Mitteilung zitiert. „Maria und Jesus blicken mit Furcht in die Zukunft. Sie sehen dem Kreuztod Christi mit Schrecken entgegen. Ein genauso vorhersehbarer Tod wird auch das Resultat des Klimakollaps sein. Und zwar auf der ganzen Welt.“

Die „Sixtinische Madonna“ ist wohl Dresdens berühmtestes Gemälde.

Die „Sixtinische Madonna“ ist wohl Dresdens berühmtestes Gemälde.

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Die Polizei habe Ermittlungen gegen die beiden Akteure aufgenommen. Die Aktivistinnen und Aktivisten der "Letzten Generation" sorgten in diesem Jahr vor allem für Aufsehen, weil sie sich bundesweit wiederholt mit Sekundenkleber auf Straßen festgeklebt haben.

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Von dpa/fku/kol

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