Verleihung in Wien

Dresdner Seenotretter "Mission Lifeline" erhalten Menschenrechtspreis

Kapitän Claus-Peter Reisch und das Rettungsschiff der Mission Lifeline

Kapitän Claus-Peter Reisch und das Rettungsschiff der Mission Lifeline

Dresden/Wien. Der Kapitän des Seenotretters „Lifeline“, Claus-Peter Reisch, wird in Wien mit dem Preis zur Wahrung und Erhaltung der Menschenrechte 2018 geehrt. In einer Zeit, in der die Politik europaweit menschenverachtende Tendenzen fördere, rette Reisch nicht nur Menschenleben, „sondern gibt all jenen Mut, die auch nicht nur zuschauen wollen“, sagte die Präsidentin der Österreichischen Liga für Menschenrechte, Barbara Helige, laut Mitteilung vom Dienstag. Der Preis wird an diesem Samstag verliehen.

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Reisch will ihn im Namen der Dresdner Organisation Mission Lifeline entgegennehmen. „Als Schiffskapitän ist es meine Pflicht, jedem zu Hilfe zu eilen, der auf See in Not gerät.“ Da müsse er nicht lange überlegen und sei sogar gesetzlich dazu verpflichtet. „Schließlich kann man niemanden, egal woher er kommt, ertrinken lassen.“

Reisch hatte im Juni mit der „Lifeline“ Migranten aus dem Mittelmeer geholt. Das Schiff war danach tagelang auf See blockiert worden und hatte er erst in Malta anlegen dürfen, nachdem mehrere EU-Staaten sich zur Übernahme von Flüchtlingen bereiterklärten. Der Kapitän war verhaftet und vor Gericht gestellt, die „Lifeline“ festgesetzt worden. Die Behörden werfen Reisch vor, das Schiff nicht korrekt registriert zu haben.

dpa

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