Ex-„Bandido“ in Erfurt zu lebenslänglich verurteilt

Auftakt im Prozess gegen die Bandidos in Erfurt

Auftakt im Prozess gegen die Bandidos in Erfurt

Erfurt. Der Mann habe einen Anhänger der rivalisierenden Bande „Hells Angels“ mit einem Messer töten wollen, um die Vorherrschaft seiner Motorradrocker-Gang in Thüringen zu festigen, urteilten die Strafrichter am Freitag. Er habe sein Opfer auch niedergestochen, weil der Mord als Ehrentat gegolten und ihm dafür einen besonderen Aufnäher für seine Jacke eingebracht hätte.

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Ein Mitangeklagter erhielt eine Haftstrafe von acht Jahren und drei Monaten. Der Mann sei ebenfalls an dem Angriff im Dezember 2009 vor einem Motorradgeschäft in Erfurt beteiligt gewesen.

Das Opfer hatte die Tortur mit schweren Verletzungen überlebt und war durch eine Notoperation gerettet worden. Kurz danach hatte die Polizei sie und weitere „Bandidos“ in Weimar festgenommen. Das Gericht folgte mit den Urteilen weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Dabei wurden auch Einbrüche und weitere Fälle von Körperverletzung berücksichtigt, die sich die Angeklagten hatten zuschulden kommen lassen.

In dem monatelangen Prozess hatten drei Ex-„Bandidos“ vor Gericht gestanden. Den dritten Angeklagten verurteilten die Richter zu zwei Jahren Haft auf Bewährung, da ihm nur ein Wohnungseinbruch nachgewiesen werden konnte. Die Männer waren Anhänger des Weimarer „Bandidos“-Ablegers, der sich inzwischen aufgelöst hat.

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Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verurteilten können innerhalb einer Woche Revision beim Bundesgerichtshof einlegen. Der letzte Prozesstag hatte noch einmal zahlreiche Motorradrocker nach Erfurt gezogen, die ihre Unterstützung demonstrieren wollten. Deshalb begann die Verhandlung nach der langen Überprüfung der Zuschauer mit einer knappen Stunde Verspätung.

dpa

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