Energiekrise

Hohe Gaspreise: Chemiestandort Leuna weiter in Sorge

Sachsen-Anhalt, Leuna: Lampen beleuchten die Total Raffinerie in Leuna. In den Firmen arbeiten 12.000 Menschen.

Sachsen-Anhalt, Leuna: Lampen beleuchten die Total Raffinerie in Leuna. In den Firmen arbeiten 12.000 Menschen.

Leuna. Am Chemiestandort Leuna ist die Sorge um das Gas trotz der Wiederaufnahme der Lieferungen nach Deutschland durch die Pipeline Nord Stream 1 weiter groß. Dabei gehe es vor allem um die Gaspreise, sagte ein Sprecher der Infrastrukturgesellschaft Infraleuna GmbH am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Den Angaben zufolge wurde der Standort seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine weiter mit Gas beliefert. „Das lag und liegt physisch an“, sagte der Sprecher. Die Gaspreise hätten sich aber von ehemals im Schnitt 15 bis 25 Euro je Megawattstunde auf bis zu 180 Euro je Megawattstunde in Spitzenzeiten erhöht, damit in etwa verzehnfacht.

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Für Leuna sei beim Gas aktuell vor allem die Bezahlbarkeit das große Problem, betonte der Sprecher mit Blick auf gestiegenen Kosten für die ansässigen Chemiefirmen und Dienstleister. Zwar seien die Preise angesichts der Gaslieferungen nach dem Ende der Wartungsarbeiten der Gaspipeline Nord Stream 1 am Donnerstag etwas zurückgegangen, sagte er. Sie seien aber weiter auf einen sehr, sehr hohen Niveau.

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Rund 12.000 Beschäftigte in Leuna

Am Industriestandort Leuna arbeiten für rund 100 Firmen etwa 12.000 Menschen, darunter 600 in der Erdöl-Raffinerie. Die Infraleuna bietet Dienstleistungen für die Firmen an. Dazu zählt die Energieversorgung aus Gaskraftwerken. Die Raffinerie verarbeitet Rohöl zu Mineralölprodukten. Der Mineralölkonzern Total (Paris) hatte angekündigt, künftig kein russisches Rohöl mehr einkaufen zu wollen, stattdessen von anderen Lieferanten auf dem Weltmarkt. Erdöl wird über die „Druschba“-Trasse nach Deutschland geleitet.

Von RND/dpa

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