Nach tödlichem Streit

Hooligans und Rechtsextreme ziehen randalierend durch Chemnitz

Die Polizei in Chemnitz wurde am Sonntag unter anderem mit Glasflaschen attackiert.

Die Polizei in Chemnitz wurde am Sonntag unter anderem mit Glasflaschen attackiert.

Chemnitz. Hunderte Menschen sind am Sonntag teilweise randalierend durch die Chemnitzer Innenstadt gezogen. Unter ihnen sollen laut Augenzeugen gewaltbereite Rechtsextreme und Hooligans gewesen sein. Nach Angaben der Polizei seien unter anderem Flaschen auf Beamte geworfen worden. Hintergrund ist der Tod eines 35-jährigen Deutschen nach einem verhängnisvollen Streit zwischen Menschen mehrerer Nationalitäten in der Nacht zum Sonntag nach dem Chemnitzer Stadtfest.

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Am Sonntagnachmittag haben sich laut Polizei gegen 16.30 Uhr rund 800 Personen im Bereich des Karl-Marx-Monuments zusammengefunden. Beamte und Vertreter der Stadt hätten das Gespräch gesucht, seien jedoch ignoriert worden. Die Gruppe habe sich daraufhin in einem Zug durch Chemnitz bewegt und unter anderem Beamte mit Glasflaschen attackiert.

Polizei fordert Verstärkung an

Nachdem die Polizei Verstärkung durch Einsatzkräfte der sächsischen Bereitschaftspolizei angefordert hatte, teilte sich der Zug in mehrere Kleingruppen auf. Der Einsatz der Polizei dauert noch an. Die Beamten bearbeiten aktuell vier Anzeigen wegen Körperverletzung, Bedrohung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

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Bereits gegen 15 Uhr waren rund 100 Menschen einem Facebook-Aufruf gefolgt und hatten sich im Bereich Brückenstraße/Straße der Nationen versammelt. Die Versammlung habe sich gegen 16 Uhr friedlich aufgelöst.

Wie die „Bild“ berichtete, seien unter den Demonstranten am frühen Abend „gewaltbereite Rechte“ gewesen, die gegen Ausländerkriminalität protestierten und Sprüche wie „Wir sind das Volk“ skandierten. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtete von Rangeleien.

Pöbeleien schon auf dem Stadtfest

Augenzeugen zufolge gab es bereits auf dem Stadtfest mehrere Übergriffe auf Menschen mit offensichtlichem Migrationshintergrund. Nach LVZ-Informationen wurde auch eine Gruppe von Touristen angepöbelt und flüchtete sich in ein anliegendes Gebäude. Wenig später wurde das Stadtfest abgebrochen.

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Auch die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) hat sich zu den Vorgängen geäußert: „Wenn ich sehe, was sich in den Stunden am Sonntag hier entwickelt hat, dann bin ich entsetzt“, sagte sie dem MDR. „Dass es möglich ist, dass sich Leute verabreden, ansammeln und damit ein Stadtfest zum Abbruch bringen, durch die Stadt rennen und Menschen bedrohen – das ist schlimm.“ Zunächst hatten die Veranstalter Pietätsgründe für den Abbruch des Fests angegeben.

Von anzi/mpu

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