Inflation

Jahresteuerung in Sachsen bei 9,2 Prozent

Die Inflation führt zu fortschreitender Geldentwertung.

Die Inflation führt zu fortschreitender Geldentwertung.

Kamenz. Nach 7,3 Prozent Preisauftrieb im August 2022 hat sich die Jahresteuerungsrate in Sachsen im September mit voraussichtlich 9,2 Prozent deutlich erhöht. Im Vergleich zum Vormonat August stiegen die Preise um insgesamt 1,8 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag mitteilte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Rekordpreissprung bei Lebensmitteln

Bei Nahrungsmitteln kletterten die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat um 19,3 Prozent. Das ist eine Entwicklung, die seit Beginn der Berechnungen des Verbraucherpreisindex in Sachsen so noch nicht festgestellt wurde. Die Energiepreise erhöhten sich um 34,1 Prozent. Das Auslaufen des Tankrabattes, der von Juni bis August 2022 galt, führte im September zu einer Verteuerung der Kraftstoffe um 12,3 Prozent gegenüber dem Vormonat August. Der Wegfall des 9-Euro-Tickets sowie zusätzliche Tarifanpassungen der Verkehrsunternehmen bewirkten Preiserhöhungen bei der Personenbeförderung im Schienenverkehr (12,5 Prozent) und im Bereich "Kombinierte Personenbeförderung" (183,7 Prozent).

Auch Brennstoffe deutlich teurer

Auf dem Energiemarkt lagen die Preissteigerungen im September gegenüber August für feste Brennstoffe wie Kohle und Holz bei 29,8 Prozent. Im Bereich Bekleidung und Schuhe, wo im September mit dem Übergang auf die Herbst-/Winterkollektion Sonderangebote für Sommerwaren wegfielen, wurde eine Preissteigerung von 4,7 Prozent gegenüber August 2022 verzeichnet. Die 3 Prozent höheren Preise gegenüber dem September des Vorjahres zeigten, dass damit die neue Saisonware teurer als vor zwölf Monaten war.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ebenso startete die neue Spielzeit in Oper (6,0 Prozent) und Theater (3,0 Prozent) mit gestiegenen Preisen gegenüber dem Vorjahresmonat. Für die Kurse der Volkshochschulen mussten die Interessenten im Herbst-/Wintersemester 2022 um 3,7 Prozent höhere Preise akzeptieren. Mit Wegfall des Schulgeldes für gesundheitliche und soziale Berufe ab dem neuen Ausbildungsjahr 2022/23 verringerten sich hier die Preise um 19,9 Prozent im Vorjahresvergleich.

Von lvz

Mehr aus Sachsen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken