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Tickets sündhaft teuer

Katholikentag in Leipzig bittet Besucher kräftig zur Kasse

Offen für alle will der Katholikentag 2016 in Leipzig sein - doch die sündhaften Ticketpreise dürften einige Besucher abschrecken.

Offen für alle will der Katholikentag 2016 in Leipzig sein - doch die sündhaften Ticketpreise dürften Einige abschrecken.

Leipzig.Podiumsdiskussionen, Workshops, Konzerte, Gottesdienste: Für den 100. Deutschen Katholikentag 2016 in Leipzig hat am Montag die Anmeldung begonnen. Mehrere zehntausend Besucher erwartet das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) zu der christlichen Großveranstaltung vom 25. bis 29. Mai 2016. Obwohl das Programm noch nicht feststeht, sind ab sofort Dauer-, Tages- oder Abendkarten erhältlich. Dafür müssen Besucher tief in die Tasche greifen.

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Für eine fünf Tage gültige Dauerkarte werden sündhaft teure 85 Euro fällig – mit Frühbucherrabatt bis Ende März 75 Euro. Familien zahlen zusammen 125 Euro (105 Euro). Eine Tageskarte schlägt mit 27 Euro (ermäßigt 21 Euro) zu Buche, eine Abendkarte kostet 16 Euro. Zugleich betonte Katholikentag-Geschäftsführer Martin Stauch am Montag: „Wir wollen hier in Leipzig allen die Teilnahme am Katholikentag ermöglichen, die Neugier und Interesse am christlichen Glauben oder an kirchlicher Arbeit zeigen – unabhängig vom Einkommen.“

Nur Gottesdienst und Open-Air-Veranstaltungen gratis

Gratis gibt es für die Leipziger und Besucher von außerhalb allerdings nur einen Teil zu sehen. Gottesdienste und Veranstaltungen unter freiem Himmel seien für alle Gäste frei, sagte Uwe Röcher, Bereichsleiter Teilnehmerservice, auf Nachfrage von LVZ.de. Auch die Kirchenmeile in der Innenstadt, die vom Markt zum Wilhelm-Leuschner-Platz führen soll, kann kostenlos besichtigt werden. Inhaber eines Leipzig-Passes werden bevorzugt: Sie erhalten eine kostenlose Tageskarte in der Geschäftsstelle.

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Röcher begründete die Ticketpreise mit dem Organisationsaufwand für die fünftägige Großveranstaltung. „Wir finanzieren uns nicht nur über Spenden und Zuschüsse, sondern auch über die Eintrittsgelder.“ Die Stadt Leipzig unterstützt den Katholikentag mit einer Million Euro. Anders als mit zusätzlichen Karteneinnahmen sei das Budget von rund zehn Millionen Euro nicht zu stemmen. Die Teilnehmer an den Podiumsdiskussionen sollen übrigens kein Honorar, sondern nur die Anfahrtskosten erhalten. Auch für die Künstler bei Konzerten fallen keine Kosten an, betonte Röcher. „Diese übernehmen unsere Sponsoren“, so der Besucher-Koordinator.

13 Arbeitskreise stellen Programm zusammen

Wer ein Ticket erwirbt, muss sich jedoch überraschen lassen, was ihn erwartet. Das Programm mit mehr als 1000 geplanten Veranstaltungen wird derzeit noch ausgearbeitet. Es soll frühestens im März veröffentlicht werden. 13 Arbeitskreise mit ehrenamtlichen Mitgliedern aus Kirche, Wirtschaft und Politik sind für die inhaltliche Ausgestaltung verantwortlich. Rund 2000 ehrenamtliche Helfer sollen dann im kommenden Jahr bei dem Großevent mitwirken, so Röcher. „Wir rechnen mit weiteren rund 10.000 Menschen, die am Programm beteiligt sind.“ In der Geschäftsstelle sind bereits jetzt rund 25 Mitarbeiter tätig, bis zum nächsten Jahr soll sich die Zahl verdoppeln.

www.katholikentag.de

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