Pödelwitz

Klimacamp gegen Dorf-Abriss geht zu Ende - Veranstalter zufrieden

Aktivisten der Aktionsgruppe «Kohle erSetzen» protestieren mit einem Transparent auf einer Straße vor dem Kraftwerk Lippendorf.

Aktivisten der Aktionsgruppe «Kohle erSetzen» protestieren mit einem Transparent auf einer Straße vor dem Kraftwerk Lippendorf.

pödelwitz. Das Klimacamp im Braunkohlegebiet Leipzig gegen den Abriss des kleinen Dorfes Pödelwitz endet am Sonntag nach gut einer Woche. „Wir sind zufrieden mit dem Verlauf des Camps und des Aktionstages am Wochenende“, sagte Florian Teller vom Organisationsteam am Sonntag zum Abschluss des Camps. Es seien insgesamt mehr als 1000 Teilnehmer aus ganz Deutschland angereist, die friedlich für einen raschen Ausstieg aus der Braunkohle demonstriert hätten.

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Der 700 Jahre alte Ort Pödelwitz soll der Braunkohle weichen, weil das Bergbauunternehmen Mibrag den Tagebau „Vereinigtes Schleenhain“ erweitern will. Der Betrieb will weitere Felder erschließen, um das Kraftwerk Lippendorf zu beliefern. Pödelwitz könnte das gleiche Schicksal treffen, wie das benachbarte Heuersdorf und zahlreiche weitere Orte in der Region, fürchten Umweltschützer und Einwohner.

Aktivisten blockieren Kraftwerk Lippendorf

Etwa 350 Aktivisten der Gruppe „Kohle erSetzen“ hatten deshalb am Samstag bei einem Aktionstag vier Zufahrten zum Kraftwerk Lippendorf mit Sitzblockaden versperrt. Eine davon löste die Polizei auf, um einen Schichtwechsel der Mitarbeiter zu ermöglichen, nachdem die Demonstranten den Bereich trotz Aufforderung nicht verlassen hatten. 18 Platzverweise wurden ausgesprochen. Die Aktion verlief laut Polizei und Demonstranten friedlich.

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Unterstützung erhielt die Gruppe von der Bürgerinitiative „Pro Pödelwitz“. „Wir solidarisieren uns mit den Aktionen, um verkehrte politische Entscheidungen wieder in die richtige Richtung zu lenken“, sagte Jens Hausner von der Initiative.

Kohleabbau solle enden

Bei den Aktionen sei es aber nicht nur um Pödelwitz gegangen, sagte Teller. Vielmehr werde der gesamte Kohleabbau in Deutschland in Frage gestellt. „Klar ist, dass wir die Klimaziele nur erreichen können, wenn Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben“, sagte er. Das Leipziger Camp sei Teil einer internationalen Klimabewegung gewesen. Verschiedene Akteure hätten bereits Camps in den Niederlanden und in der Schweiz angekündigt.

Von LVZ

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