Wintereinbruch in Sachsen

Leipzig erwartet am Donnerstag eine Schneedecke – halber Meter im Erzgebirge

Der Winterdienst in Sachsen muss sich in den kommenden drei Tagen auf jede Menge Arbeit einrichten.

Der Winterdienst in Sachsen muss sich in den kommenden drei Tagen auf jede Menge Arbeit einrichten.

Leipzig. Sachsen muss sich von Dienstagmittag an auf kräftige Schneefälle einstellen. Oberhalb von 600 Metern ist mit starken Behinderungen und einer Decke von einem halben Meter und mehr zu rechnen. Auch Leipzig erwartet ein weißes Kleid, allerdings erst am Donnerstagmorgen und sehr durchsichtig. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag auf Anfrage von LVZ.de mit.

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Kräftige Windböen

„Es wird in Sachsen definitiv schneien“, sagte DWD-Meteorologe Florian Engelmann. Verantwortlich dafür ist ein neues Tiefdruckgebiet. Es zieht über den Freistaat hinweg. In Leipzig ist davon zunächst wenig zu merken. Bei Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt bleibt am Dienstag und größtenteils auch am Mittwoch das Schmuddelwetter mit Regen und sogar gelegentlichen Gewittern erhalten. Am Dienstag bläst dazu ein kräftiger Wind mit Spitzen bis 85 Kilometern pro Stunde. Der Sturm schwächt sich aber in der kommenden Nacht ab.

Schneedecke in Leipzig am Donnerstag

In der Nacht zum Donnerstag setzt sich dann auch der Schnee in der Messestadt durch. „Bis zum Donnerstagmorgen können dann schon zwei bis drei Zentimeter liegen bleiben, vor allem auf freien Flächen, Wiesen und Feldern“, so Engelmann. Die weiße Pracht werde sich den Tag über wohl halten, vor allem aber in den innerstädtischen Bereichen schnell in Matsch übergehen. Ungemütlich geht es dann in Leipzig auch weiter. Die Nacht zum Freitag wird voraussichtlich mit Tiefsttemperaturen von minus vier Grad die kälteste der Woche. Zum Wochenende bleibt es dann aber wieder frostfrei. Dazu sorgt der Sprühregen für bestes Sofa- und Wolldeckenwetter.

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Behinderungen im Erzgebirge erwartet

Ganz anders ist die Lage in den Mittelgebirgen. Dort wird es Engelmann zufolge kräftig schneien. Er erwartet auch erheblich Verkehrsbehinderungen. Stellenweise 75 Zentimeter Neuschnee könnten liegen bleiben. Bis zum Donnerstagabend gilt daher eine Unwetterwarnung vor allem für das sächsische Bergland. Der DWD rät von Fahrten ins Gebirge ab. „Bäume könnten unter der Schneelast umstürzen, Autos können in Schneeverwehungen stecken bleiben“, hieß es. Fahrten sollten nur in Winterausrüstung angetreten werden.

Auch am Wochenende soll es auf den Kammlagen weiter schneien. Engelmann rät deshalb Wintersportlern: „Fahren Sie nur mit der entsprechenden Ausrüstung in die Skigebiete.“

Sogenannte Staueffekte aus dem Erzgebirge beeinflussen auch die Regionen südlich von Leipzig. In Borna und dann immer weiter in Richtung Gebirge bleibe deshalb deutlich mehr Schnee liegen, als in den Mittelgebirgen.

Von Matthias Roth

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