Mehr Erkrankungen

Leipzig mit den meisten Grippe-Fällen – schon drei Tote in Sachsen

Husten, Schnupfen, Fieber –immer mehr Sachsen sind erkältet. Leider steigt auch die Zahl der Grippe-Fälle an.

Husten, Schnupfen, Fieber –immer mehr Sachsen sind erkältet. Leider steigt auch die Zahl der Grippe-Fälle an.

Leipzig. In Sachsen hat nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums die Grippesaison begonnen. Die Zahl der Influenza-Erkrankungen ist im Freistaat auf inzwischen 1130 gestiegen. Nach dem jüngsten Bericht der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) kamen in der vergangenen Woche 420 neue Fälle hinzu. Eine Woche zuvor fiel der Anstieg mit 180 deutlich geringer aus. Drei Menschen starben bisher nachweislich an der Grippe – zwei Dresdner im Alter von 66 und 80 Jahren, sowie ein 75-jähriger Zwickauer.

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Leipzig mit meisten Erkrankungen

Die meisten Erkrankungen wurden in der Stadt Leipzig (241 Fälle) dem Landkreis Görlitz (196 Fälle), der Stadt Dresden (149 Fälle) und dem Landkreis Bautzen (100 Fälle) gemeldet. Am stärksten betroffen sind Erwachsene im Alter zwischen 20 und 64 Jahren. Die zweitstärkste Gruppe (36 Prozent) sind Kinder bis 14 Jahre. In acht Prozent der Fälle erkrankten Senioren ab 65 Jahren. Jeder siebte Patient musste ins Krankenhaus. Die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher, da nicht jeder Erkrankte den Arzt aufsucht und nicht jeder Mediziner bei allen Patienten eine Laboruntersuchung veranlasst.

Immer mehr Fälle bundesweit

Deutschlandweit ist die Zahl der labordiagnostisch bestätigten Fälle in der vierten Kalenderwoche um 4.059 auf 10.670 gestiegen. 27 Patienten starben bisher. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin gab es deutschlandweit insgesamt 36 Ausbrüche mit mehr als fünf Fällen, darunter zwölf Ausbrüche in Krankenhäusern, zwölf in Kindergärten beziehungsweise Horten, drei in Rehabilitationseinrichtungen, je zwei Ausbrüche in Schulen und medizinischen Behandlungseinrichtungen. Je ein Ausbruch wurde aus einem Alten- beziehungsweise Pflegeheim, aus einer Seniorentagesstätte und aus einem Privathaushalt gemeldet.

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Der vergangene Winter 2017/2018 war mit 176 Toten und 47 765 Fällen die schlimmste Grippesaison seit 2001. Schon 2016/2017 stach deutlich heraus mit 83 Toten und 16 700 Erkrankungen.

Impfung für Risikopatienten noch ratsam

Da die Grippewelle bereits rollt, sei eine routinemäßige Impfung eher nicht mehr zu empfehlen, sagt Bernhard Ruf, Chefarzt der Klinik für Infektiologie, Tropenmedizin und Nephrologie am Leipziger St. Georg Klinikum. „Nach wie vor empfehlenswert ist aber eine Impfung noch für Risikopatienten, also Schwangere, Senioren und abwehrgeschwächte Patienten, da die Grippewelle unter Umständen noch bis März und April anhalten kann“, sagt der Medizin-Professor. Sollte der Vierfach-Impfstoff nicht mehr verfügbar sein, sei es besser, das Dreifach-Präparat zu wählen, als sich überhaupt nicht impfen zu lassen, so Ruf weiter.

Von Andreas Dunte

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