Corona-Maßnahmen

Sachsen kippt Maskenpflicht im Nahverkehr – Sozialministerin Köpping: „Sind in der Endemie“

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) geht davon aus, dass die Ausbreitung des Corona-Virus im Freistaat endemisch geworden ist. Von einer Überlastung der Krankenhäuser könne beispielsweise keine Rede mehr sein.

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) geht davon aus, dass die Ausbreitung des Corona-Virus im Freistaat endemisch geworden ist. Von einer Überlastung der Krankenhäuser könne beispielsweise keine Rede mehr sein.

Dresden. Laut Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hat die Ausbreitung des Corona-Virus in Sachsen keine pandemischen Züge mehr. Die Infektionszahlen seien mittlerweile auf einem sehr niedrigen Stand, äußerte Köpping nach der Kabinettssitzung am Dienstag. Auch die Bettenauslastung in den Krankenhäusern durch Corona-Infektionen sei inzwischen gering. Sie habe bereits Anfang Dezember gesagt, dass sich das Corona-Virus im Freistaat in Richtung einer Endemie bewege, bei der das Virus zwar nicht verschwindet, aber langfristig nur noch zu leichten Symptomen führt. "Ich denke, wir sind in der Endemie."

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„Keine Überlastung der Krankenhäuser durch Corona“

Nach Angaben des Sozialministerium machen die Corona-Infektionen nur noch sieben Prozent aller Infektionskrankheiten in Sachsen aus. Aktuell sind in den Kliniken nur 65 Betten auf den Intensivstationen mit Patienten belegt, die auch corona-positiv seien. Die Prognosen gehen zudem von einem weiteren Absinken der Bettenauslastung aus. „Damit haben wir keine Überlastung der Krankenhäuser durch Corona“, sagte Köpping.

Maskenpflicht im Nahverkehr soll ab 16. Januar fallen

Die Ministerin verwies darauf, dass aufgrund dieser Entwicklung auch die bisherigen Schutzmaßnahmen angepasst werden müssten: „Alle Maßnahmen, die wir bisher getroffen haben, haben wir wegen Corona getroffen. Und nicht, weil es auch andere Infektionskrankheiten wie Grippe oder den RS-Virus gibt.“ Sachsen wird deswegen ab dem 16. Januar die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr abschaffen. Es gibt dann nur eine Empfehlung, weiterhin in Bus und Bahn eine Maske zu tragen. In Krankenhäusern, in Altenpflegeheimen und Arztpraxen sowie im Fernverkehr bleibt die Maskenpflicht aufgrund der Bundesregelungen bestehen.

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Isolationspflicht bleibt bestehen

Die Isolationspflicht für Corona-Infizierte bleibt erst einmal bestehen. Man wolle nicht den Weg wie andere Bundesländer gehen, die zwar die Isolationspflicht aufgehoben, aber gleichzeitig eine Reihe von Auflagen für die Infizierten erlassen haben, sagte Köpping: "Ich glaube, für die Transparenz ist es besser, wenn wir bei einer einheitlichen Isolationspflicht bleiben." Es sei beispielsweise weder durchsetz- noch kontrollierbar, ob ein infizierter Schüler als einziger in einer Klasse eine Maske trage. Ende Januar werde man aber über die Isolationspflicht noch einmal beraten.

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Auch andere Bundesländer gehen ähnliche Wege wie Sachsen. In Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern endet die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr am 2. Februar, Thüringen folgt am 3. Februar. Im Gegensatz zu Sachsen hebt Thüringen dann parallel auch die Isolationspflicht auf: „Thüringen ist seit einigen Tagen erneut das Bundesland mit der geringsten Sieben-Tage-Inzidenz. Die Zahl der Hospitalisierungen und die Lage auf den Intensivstationen ist seit Wochen im niedrigen Bereich stabil“, begründete Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke).

Sachsen beobachtet internationales Geschehen

In Mecklenburg-Vorpommern soll die Pflicht zur Isolation rund vier Wochen nach dem Ende der Maskenpflicht im Nahverkehr gestrichen werden. Ein genauer Termin stehe allerdings noch nicht fest.

Köpping ermahnte die Sachsen, aber weiterhin „wachsam“ zu bleiben: „Wir müssen gucken, was weltweit passiert.“ In China gebe und den USA gebe es eine neue Unterart der Omikron-Variante. Wenn von dort eine neue Variante käme, bei der man sich schneller anstecke und schwerer erkranke, „könnten wir relativ schnell in Sachsen reagieren“. Dann wäre die Wiedereinführung der Maskenpflicht eine Option.

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AfD fordert Ende aller Maßnahmen

Die sächsische AfD forderte, nun alle Corona-Regeln aufzuheben: „Es müssen jetzt endlich alle verordneten Corona-Maßnahmen auf Landes- und Bundesebene beendet werden“, sagte der Landtagsabgeordnete Thomas Prantl. „Wir haben längst gelernt, mit Corona zu leben. Folglich können wir vollumfänglich auf das Prinzip der Eigenverantwortung setzen.

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Die FDP begrüßte das Ende der Maskenpflicht im sächsischen Nahverkehr: „Das Ende der Maskenpflicht in sächsischen Bussen und Bahnen ist ein überfälliger Schritt zurück zur Normalität. Nach fast drei Jahren befinden wir uns nun in der Endphase der Corona-Pandemie“, sagte der Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst.

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