„Schwert und Schild"

Neonazi-Festival in Ostritz: Polizei schreitet bei Rechtskonzert ein

Rund 600 Menschen kamen am Samstag zum „Schild und Schwert“-Festival nach Ostritz.

Rund 600 Menschen kamen am Samstag zum „Schild und Schwert“-Festival nach Ostritz.

Ostritz. Bei dem Neonazi-Festival „Schwert und Schild" in Ostritz ist es am späten Samstagabend zu einem Polizeieinsatz auf der Bühne gekommen. Wie die Polizei mitteilte, zog sich ein Musiker einer rechten Band während eines Konzerts eine Sturmhaube über.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Weil die Beamten in der Aktion des 33 Jahre alten Bassisten den Anfangsverdacht eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz vermuteten, schritten sie ein. Als der Mann die Bühne verließ, wurden seine Personalien aufgenommen. Laut Mitteilung wird die Kriminalpolizei Ermittlungen aufnehmen. Für eine Auflösung der Versammlung habe das Geschehene jedoch nicht ausgereicht.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Zuvor hatte die Polizei gegen Thorsten Heise, den Veranstalter des Neonazi-Festivals, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Er soll einem Journalisten gedroht haben.

Das Festival in Ostritz, auf dem mehrere Bands aus der extremen Rechtsrock-Szene erwartet wurden, zog nach Polizeiangaben am Samstag bis zu 600 Teilnehmer an. Noch während der abendlichen Konzerte reisten demzufolge allerdings zahlreiche Versammlungsteilnehmer aus Ostritz ab. Gegen Mitternacht seien auf dem Areal an der Bahnhofstraße nur 500 und weniger Menschen gewesen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Die Polizei setzte am Samstag auch das Alkoholverbot für die Veranstaltung um. Nachdem bereits am Vortag 4200 Liter Bier beschlagnahmt worden waren, zogen die Beamten nach eigenen Angaben noch einmal rund 200 Liter an mitgebrachten alkoholischen Getränken ein. Die Bürger von Ostritz setzten in diesem Zuge ein eher ungewöhnliches Zeichen gegen Rechtsextremismus. In einer gemeinsamen Aktion von Einwohnern und dem Internationalen Begegnungszentrum des Klosters Sankt Marienthal wurde der gesamte Bierbestand eines Supermarktes aufgekauft: Mehr als 100 Kisten. Dazu gab es etliche weitere Gegendemonstrationen. Der Polizei zufolge blieb es in Ostritz aber friedlich und ruhig.

Von RND/iro

Mehr aus Mitteldeutschland

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken