Kiew-Hostomel

Neue Hoffnung für Antonov AN-225 – Startbefehl offenbar nicht befolgt

Satelittenfoto mit dem beschädigten Hangar. Am Rand ist das Heck der AN--225 zu sehen.

Leipzig. Wie steht es um die Antonov AN-225? Die weltgrößte Transportmaschine, die auch häufig in Leipzig zu Gast war, bewegt seit Tagen die Gemeinde von Planespottern und Flugzeugfans. Wurde die „Mriya“ (Traum) nun durch russische Angriffe auf den Flughafen Kiew-Hostomel zerstört oder besteht noch Hoffnung? Ein vom amerikanischen Satellitenunternehmen Planet Labs PBC am 28. Februar aufgenommenes Foto macht zumindest wieder Hoffnung. Dort ist der im vorderen Teil beschädigte Hangar zu sehen. Auf der anderen Seite ragt das markante Heck der AN-225 aus der Halle und ist offensichtlich unversehrt. Wie stark die Beschädigungen aber wirklich sind, lässt sich im Augenblick nicht sagen.

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Der ukrainische Rüstungskonzern Ukroboronprom hatte zunächst von Reparaturkosten in Höhe von drei Milliarden US-Dollar berichtet. Diese Angaben hat das Staatsunternehmen aber inzwischen relativiert. In einer aktualisierten Mitteilung heißt es nun: „Am Morgen des 24. Februar wurde das größte Frachtflugzeug am Standort der Firma Antonov in Hostomel repariert und routinemäßig gewartet. Laut dem Direktor von Antonov Airlines wurde eines der Triebwerke für Reparaturen ausgebaut und das Flugzeug konnte an diesem Tag nicht starten, obwohl die entsprechenden Befehle gegeben wurden. Derzeit ist es unmöglich, den Zustand des Flugzeugs sowie die Möglichkeit und die Kosten seiner Wiederherstellung zu beurteilen, da das Flugzeug nicht zugänglich ist und die Kontrolle über den Flughafen von den russischen Besatzern übernommen wurde.“ Der Schaden lasse sich laut der Antonov Company erst nach einer Inspektion des Flugzeuges beziffern.

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Professor Paul Byrne von der Washington University in St. Louis versucht sogar mit Hilfe einer Zeichnung, Erkenntnisse zum Zustand der AN-225 zu erlangen. Er hat auf der Satelittenaufnahme an das dort zu sehende Heck der Maschine, den Rest des Flugzeugs angetragen. „Obwohl der Hangar erheblich beschädigt ist, befindet sich der größte Teil des Flugwerks unter dem unbeschädigten Abschnitt“, schreibt er.

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„Mriya“ war in Leipzig bisher 32-mal zu Gast. Der erste Besuch am Flughafen Leipzig/Halle ist auf den 25. April 2008 datiert. Während der Corona-Pandemie kamen mit der AN-225 im Jahr 2020 unter anderem 20 Millionen Corona-Schutzmasken nach Deutschland.

Von mro

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