Udo Foht auf der Anklagebank

Betrugsprozess gegen Ex-Unterhaltungschef: Früherer MDR-Moderator Weidling soll aussagen

Der frühere MDR-Moderator Carsten Weidling: „Ich habe mich nie versteckt, war und bin bereit, zur Lösung des Falles beizutragen.“ Er

Der frühere MDR-Moderator Carsten Weidling: „Ich habe mich nie versteckt, war und bin bereit, zur Lösung des Falles beizutragen.“ Er

Leipzig. Im Prozess gegen den früheren MDR-Unterhaltungschef Udo Foht vor dem Landgericht Leipzig soll der ehemalige Moderator Carsten Weidling am 27. Januar aussagen. Das Landgericht Leipzig bestätigte die Vorladung des 56-Jährigen am Montag. Weidling, der seit Jahren in Argentinien lebt, war von dem Angeklagten einst gefördert worden. Er ist Sohn des DDR-Fernsehstars O.F. Weidling (1924-1985).

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Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Udo Foht von dem Autor und ehemaligen MDR-Moderator Weidling erpresst wurde. Der Angeklagte hatte dies im laufenden Prozess bestritten.

Weidling erklärt: Ich will zur Lösung des Falles beitragen

Auf seiner Internetseite schreibt Weidling, dass eine erste Vorladung für den 23. September vom Leipziger Gericht abgesagt wurde. Er stehe als Zeuge auch weiterhin zur Verfügung. "Ich habe mich nie versteckt, war und bin bereit, zur Lösung des Falles beizutragen", so Weidling. Ähnlich hatte er sich auch gegenüber der LVZ geäußert: "Erst wenn ich in Leipzig beim Prozess aussagen konnte und damit helfen kann, diesen elfjährigen Justizwahnsinn zu einem Abschluss zu bringen, geht es mir wieder wirklich gut."

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Der 72-jährige Foht soll sich von Managern und Firmen der Schlagerszene größere Summen Geld geliehen, diese aber nicht oder nur zum Teil zurückgezahlt haben. Ihm werden in mehreren Fällen Betrug, Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Die Anklage bezieht sich auf die Jahre 2008 bis 2011 (Aktenzeichen: 7KLs212Js37951/11).

Foht hatte nach zehn Jahren Schweigen ein Geständnis abgelegt

Der Prozess hatte am 1. September begonnen. Foht hatte nach mehr als zehn Jahren des Schweigens ein Geständnis abgelegt. Für die Produktion von Schlagersendungen habe er sich in mehreren Fällen Beträge im fünfstelligen Bereich geliehen, hieß es. Sein Finanzgebaren war im Sommer 2011 bekannt geworden, weil sich eine Produktionsfirma wegen eines nicht zurückgezahlten Kredits an die MDR-Intendanz gewandt hatte.

Von epd

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