Weltbienentag am 20. Mai

Rund 55.000 Bienenvölker und fast 7000 Imker in Sachsen

Der Bestand an Bienen, die unter der Beobachtung sächsischer Imker ihrem Werk nachgehen, hat sich seit den 1990ern deutlich erhöht.

Der Bestand an Bienen, die unter der Beobachtung sächsischer Imker ihrem Werk nachgehen, hat sich seit den 1990ern deutlich erhöht.

Dresden. Deutschlandweit nimmt die Population von Insekten ab. Doch immerhin die Anzahl der Bienenvölker, die unter der Schirmherrschaft von Imkern stehen, haben in den vergangenen Jahren in Sachsen zahlenmäßig ordentlich zugelegt. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung des sächsischen Umweltministeriums hervor, die anlässlich des Weltbienentags am 20. Mai veröffentlicht wurde.

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Demnach sei sowohl die Anzahl der Imker als auch der Bienenvölker, um die sie sich kümmern, seit Mitte der 1990er Jahre sukzessive gestiegen. Gab es 1995 noch 3343 Imker mit 31.349 Völkern im Freistaat, wurden zuletzt (2017) 6089 Imker mit 54.988 Völkern verzeichnet. Aktuell seien es sogar fast 7000 Imker, heißt es.

„Die sächsischen Landwirte unternehmen mittlerweile viele Anstrengungen, die Landwirtschaft wettbewerbsfähig und gleichzeitig für eine gedeihliche Entwicklung der Bienenhaltung gleichermaßen gut zu gestalten“, wird Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) in der Mitteilung zitiert. „Schon seit Beginn der Diskussion um die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik setzen wir uns gemeinsam mit der Imkerschaft dafür ein, dass unsere Landwirte das neue Instrument ‚Greening‘ verstärkt zur Anlage von Blühflächen nutzen. Dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind, zeigen die aktuellen Zahlen.“

Rund 80.000 Hektar für Greening-Flächen

„Greening“ bezeichnet den Erhalt von Dauergrünlandflächen, eine stärkere Vielfalt beim Anbau von Feldfrüchten sowie die Bereitstellung von ökologischen Vorrangflächen wie beispielsweise Hecken auf Ackerland. 2018 wurden in Sachsen rund 80.000 Hektar dieser Flächen beantragt, was etwa zehn Prozent des Ackerlandes im Freistaat ausmacht.

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Um auch Wildbienen zu unterstützen, könne jeder Einzelne einen Beitrag leisten. „Helfen würde zum Beispiel ein kritischer Blick in das eigene Lebensumfeld: Kräuter und Blumen auf dem Balkon und im Garten, kleine Nisthilfen, nicht zu kurz mähen“, heißt es.

Die sächsische Regierung und der Landesverband Sächsischer Imker haben Anfang Mai zudem ein Bündnis geschlossen, um auch Schüler frühzeitig zu umweltbewussten Handeln zu motivieren und für Bienen zu interessieren. „Die Kooperation zwischen Schulen und Imkern ist eine wunderbare Form des Wissenstransfers. Sie ist eine gute Möglichkeit und große Chance, staunend zu lernen und ganz praktisch beim Schutz und der Bewahrung unserer Natur mitzumachen“, so Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in der Mitteilung.

von CN

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